Gestern brachte das Magazin NANO (3Sat) einen Beitrag über ein Experiment des experimentellen Archäologen Josef Löffl: 20 Studenten wurden einen Monat „zu Gladiatoren ausgebildet“. Und zwar unter möglichst originalen Bedingungen: entsprechende Ausrüstung, römische Waffen, harter Trainingsplan – und durchweg vegetarisches Essen. (Noch kann man den Beitrag in der Mediathek nachschauen).

Zu Beginn des Experiments waren die Studenten alles andere als fit, doch binnen der vier Wochen konnten sie Kraft und Ausdauer um 70 bis 100 Prozent steigern. Der gehaltvolle römische Gemüse-Eintopf gab ihnen genug Energie, was der Film-Sprecher staunend anmerkte.

Untersuchungen am Knochenmark auf den Gladiatorenfriedhöfen in Ephesos und York hatten gezeigt, dass die Kampfsportler damals kein Fleisch gegessen haben, sondern Dinge wie Linsen, Bohnen und Brot. Man nannte sie deshalb auch „Getreidefresser“.

Ich finde das spannend, denn verrückterweise gilt ja heute ein saftiges, gern noch etwas blutiges Steak als Inbegriff der Männlichkeit. Männer ernähren sich auch weit fleischlastiger als Frauen. Und eine Umfrage der Uni-Jena, an der sich über 4000 Personen beteiligten, ergab: „Der typische Vegetarier in dieser Studie ist weiblich, jung, überdurchschnittlich gebildet und lebt in einer Großstadt.“ Insgesamt waren 70% der Teilnehmer Vegetarierinnen und 30% Vegetarier.

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Zum Experiment siehe auch:

Studenten spielen Antike: Per altrömischer Diät zum Gladiator

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Über Claudia Klinger

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Ein Kommentar zu Die Gladiatoren waren Vegetarier

  1. Sten Berg sagt:

    Sie sind Skalven und bekommen kein Fleisch. Wo käme man dahin :-P

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