Immer mehr Jugendliche leben vegetarisch, doch braucht das ein bisschen mehr Planung, als nur das Fleisch wegzulassen. So der (sinnvolle) Rat der Kinder- und Jugendärzte im Netz, der dann auch in medias res geht:

„Eisen kann der Körper aus Lebensmitteln wie grünem Blattgemüse, Roter Beete, Kresse, Fisch, Eiern, Vollkorngetreideprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen gewinnen. Zusammen mit Vitamin C, beispielsweise in Paprika, Blumenkohl oder Brokkoli oder in einem Glas Orangensaft, ist das Eisen aus pflanzlichen Produkten besser verwertbar. Vegetarier, die nicht auf Milchprodukten verzichten, haben es leicht, für ausreichend Vitamin B12 und Kalzium zu sorgen. Um Vitamin B2 aufzunehmen, sollten Jugendliche ebenso zu Milchprodukten, Käse, Vollkornprodukten, Pilzen, Hülsenfrüchten, Brokkoli oder Spinat greifen. Fisch und Käse sind gute Zinkquellen. Jod können jugendliche Vegetarier mit Meeresfischen und mit Jodsalz konsumieren. Vitamin D kann der Körper bei regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft in den wärmeren Jahreszeiten selbst mit Hilfe von UV-Licht produzieren, zur Vitamin-D-haltigen Kost zählen Fisch und Milch.“

Ernährt man sich vegan, wird die Sache noch etwas komplizierter. Hier empfehlen die Ärzte Nahrungsergänzungen und – auf für vegetarisch Lebende – regelmäßige Blut-Checks, um Mangelzuständen vorzubeugen.

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Über Claudia Klinger

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2 Kommentare zu Kinder- und Jugendärzte im Netz geben Tipps für die vegetarische Ernährung

  1. kulii sagt:

    Ich bin Jugendliche und gerade vegetarische Einsteigerin. Oder besser gesagt, ich probiere gerade noch aus, ob ich das wirklich will. Und ich muss schon sagen, dass mich diese Sätze ungemein motivieren, den gerade der Mangel an Eiweiß und bestimmt Vitaminen hat mir zu denken gegeben. Da ich aber für den Anfang nur auf Fleisch (und nicht auf Fisch) verzichten will, bin ich schon etwas optimistischer.

  2. Hallo kulii,

    toll, dass du dich mit dem Vegetarismus zumindest auseinander setzt. Dass du eine „Jugendliche“ bist, erkenne ich auch aus deiner Überlegung, ob du das „wirklich willst“. ;-)

    Ist nicht abwertend gemeint! Es ist gut, sich Gedanken darüber zu machen, was man will und warum – und warum vielleicht doch nicht. Ältere denken darüber oft zuwenig nach!

    Was aber AUCH zu dieser Art Frage führt, ist eine unbewusste Voraussetzung, die ein Entscheiden eher kompliziert und erschwert, als dass sie nützt. Und zwar ist das die Vorstellung, eine Entscheidung für oder gegen irgend einen Aspekt der Lebenspraxis sei nur dann ok, wenn „ganz oder gar nicht“, bzw. „für immer oder nie“ entschieden wird.

    Du kannst es auch locker angehen! Angesichts der Fleischskandale fällt der Ausstieg aus der Fleischwirtschaft vermutlich nicht schwer – wenn du an traditionellen Fleischgerichten hängst (wie ich), dann wirst du sehen: es gibt wirklich stimmige, befriedigende Alternativen! Man muss nicht Verzicht und Askese leben, wie es sich viele vorstellen. Evtl. muss man aber bereit sein, ein wenig mehr Befassung mit „selber kochen“ zu bringen!

    An Eiweis-Mangel musst du meist keinen Gedanke verschwenden. Bevor soviel Fleisch gegessen wurde, haben das Hülsenfrüchte geleistet – und die lassen sich gut in einen ge-updateten Speiseplan einbauen (als Gemüse, Salat, sogar als „Leberwurst“!) Hinzu kommen die Fleischalternativen Seitan und Sojafleisch, die du in aller Ruhe erforschen solltest – es lohnt sich!

    Irgendwann wirst du dann vermutlich probieren, inwiefern sich Milchprodukte ersetzen lassen….. alles in allem ist es eine bereichernde Erfahrung, sich auf den Weg in Richtung „möglichst pflanzliche“ Ernährung zu begeben.

    Man muss nicht gleich von null auf hundert, kann das am Anfang vielleicht noch gar nicht wollen. Das muss aber nicht heißen, in der üblichen Ernährung hängen zu bleiben und gar nichts zu ändern – weil man Schiss hat, an allzu radikalen Ansprüchen zu scheitern.

    Schritte in die richtige Richtung sind auch schon toll!

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