Na klar, als noch recht „frische“ Vegetarierin probiere ich sie gerne mal aus: all diese Produkte, die auf der Packung versprechen, wie altbekannte Wurst- und Fleischwaren zu schmecken.

„Wie feine Mortadella“ kam mir kürzlich in die Quere und ich griff zu, denn ich mag Mortadella. Wobei das Original aus Italien auch immer noch anders und besser schmeckt als die deutschen Imitate aus Wurstbrät!

Optik ok, Geschmack so la la, Konsistenz daneben

Die vegetarische Variante stammt von Heirler und besteht im wesentlichen aus Rapsöl, Tomaten und Weizeneiweiß. Optisch sieht sie durchaus nach Mortadella aus, wenn auch eher nach der deutschen Art. Ob sie wohl auch geschmacklich das Versprechen halten würde?

Nun ja – ein wenig erinnert sie tatsächlich an Mortadella, doch würde ich das mit verbundenen Augen eher NICHT bemerken. Es ist vor allem die Konsistenz, die diese Ersatzprodukte niemals wirklich in die Nähe der Originale kommen lassen. Die ist einfach zu bröckelig und deutlich anders als ECHTE Wurst. Verwunderlich ist das nicht, schließlich ist ein gewachsener tierischer Muskel wirklich etwas ANDERES als aus Weizen extrahiertes Eiweiß. Also kein „Fehler“ von Heirler, sondern typisch für all diese „Als wie“-Produkte.

Würde man nicht Mortadella erwarten, wäre das ein ganz ordentlicher Brotbelag! Ich hab die Scheiben mit Senf bestrichen und ganz gerne gegessen. Nochmal kaufen würde ich das Produkt allerdings nicht.

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Über Claudia Klinger

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4 Kommentare zu Wie feine Mortadella? Nicht wirklich…

  1. Eva sagt:

    Hallo,

    diese Erfahrung musste ich leider auch schon machen und zwar mit veg. Würstchen.. Man erwartet etwas leckeres und hat dann so ein bröckeliges etwas im Mund. Also da muss ich auch noch weiter testen und sonst bleibe ich bei gemüseaufstrichen, die schmecken wirklich lecker!!

    Lg

  2. Sivani sagt:

    Ganz toll schmeckt Seitan (gewürzt mit Sojasauce), wenn man es in Scheiben schneidet und in der Pfanne brät. Schmeckt warm und auch kalt (dann als Brotaufstrich). Aber hast recht: manchmal hilft einfach würzen am besten.

    Viel Spaß weiterhin beim Probieren, finde es sehr interessant, dass du einzelnen Artikel vorstellst. Vielleicht ist bald auch mal für mich was Leckeres dabei.

  3. Hanna sagt:

    Hallo :)
    Mir persönlich schmecken die Aufschnitte von Heirler, besonders die „Wie Salami“ – die futtert mir sogar mein Sohn weg ;)

    Toller Blog übrigens, weiter so :)

  4. Uli sagt:

    Also ich habe in meinem vegetarischen Leben schon einige Brotbeläge getestet. Und die Mortadella von Heirler finde ich wirklich RICHTIG GUT! Mein absoluter Favorit zur Zeit ist allerdings die Jagdwurst von Eden.
    Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie „echte“ Mortadella geschmeckt hat. Aber wenn man Vegetarier wird, muss man vielleicht damit leben, dass man seinen Geschmack etwas umstellen muss. Ist doch eh alles nur eine Sache der Gewöhnung – was man halt von Kind an aufgetischt bekommen hat. Und die Würste mit echtem Fleisch bekommen ihren Geschmack ja meistens auch nicht nur vom Fleisch, sondern von diversen Gewürzen. Es kommt vielleicht auf die Einstellung an, mit der man etwas in den Mund schiebt. Als Kind fanden die meisten Kaffeegeschmack sicher nicht lecker, und als Erwachsener steht man irgendwann drauf – weil man seinen Geschmack angepasst hat um cool zu sein und „Erwachsenengetränke“ zu trinken.

    Meiner Erfahrung nach, muss man sich aber tatsächlich durch viele enttäuschende bis ungenießbare vegetarische Würstchen- und Aufschnittsorten probieren, bis man gute findet. Aber es gibt sie, nicht aufgeben!

    Und man sollte nie vergessen, dass wir evolutionsmäßig gesehen Allesfresser sind. Unsere körperliche Evolution wird sicher nicht mehr viel weitergehen, aber unsere geistige schon. Und die hat uns inzwischen so weit gebracht, dass wir theoretisch erkennen können, dass menschliche Ernährung ohne Tierleid möglich ist. Und Menschen, die es schaffen, danach zu leben, haben meiner Meinung nach eine neue Evolutionsstufe erreicht – ist das nichts!?!

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