Kaufen kann man sie auf Bio- und Wochenmärkten, manchmal auch in Bio-Läden: die Topinambur ist ein altes, sehr interessant schmeckendes Wintergemüse, das hierzulande weitgehend von der Kartoffel verdrängt wurde.

Das liegt vor allem daran, dass man sie nicht so lange lagern kann wie Kartoffeln. Im Kühlschrank halten sie nur ein paar Tage, dann beginnen sie auszutrocknen. Man kann sie aber in feuchte Tücher einschlagen oder noch besser: in einem Eimer mit feuchter Erde oder Sand auf dem Balkon lagern. So halten sie sich einige Wochen und zwischenzeitliches Einfrieren macht ihnen nichts aus.

Ich hab‘ auch mal bereits etwas eingetrocknete Topinambur in Wasser gelegt – und siehe da: sie wurden wieder wie neu und auch dem Geschmack hat es nicht geschadet. Wer einen Garten hat, kann die recht anspruchslosen Stauden selber anpflanzen und den ganzen Winter über nach Bedarf ernten – natürlich nur, solange der Boden nicht gefroren ist!

Die Zubereitung – ein einfaches Rezept

Ich schäle Topinambur nicht, da ja die meisten Nährstoffe unter der Schale sitzen, sondern rubble sie nur mit einem sauberen Drahtgeflecht-Spülschwamm ab. Manchmal koche ich sie dann noch ca. 10 Minuten vor, schneide ich sie in zwei Hälften oder vier Viertel und lege sie in eine ofenfeste Form (z.B. eine Lasagneform, das Backblech geht auch). Dazu Olivenöl, Pfeffer und Rosmarin, dann kommt das Ganze in den Ofen. Wie lange es dauert, muss man austesten, da die Größe der Knollen und das Vorkochen eine Rolle spielen. Ohne Vorkochen dauert es mindestens 40 Minuten bei 180 Grad – oft auch deutlich länger.

Mit Kräuterquark reicht mir das dann für ein einfaches Abendessen – dazu passt Feldsalat oder Spinat.

Hier noch ein paar genauere Topinambur-Rezepte anderswo:

Mit 30 Kalorien pro 100 Gramm ist die Topinambur eine gute Wahl für alle, die auf die Linie achten oder abnehmen wollen. Sie erzeugt schon in geringen Mengen ein starkes Sättigungsgefühl. Zudem sorgt das enthaltene Inulin dafür, dass andere Kohlehydrate langsamer aufgenommen werden.

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Über Claudia Klinger

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4 Kommentare zu Topinambur, ein schmackhaftes Wintergemüse

  1. Angelika sagt:

    Deswegen sollten Diabetiker (z.B.Typ 2 Diabetiker) öfter Topinambur essen!!

  2. Dörthe sagt:

    Bin gerade zufällig hier gelandet (Webkompetenz ->Digital Diary).
    Lese gerade einen netten Roman, in dem es auch über den Einzug der Kartoffel in Deutschland geht. Dort ist auch von Topinambur die Rede und ich wusste garnicht was das ist.
    Das Buch heißt: Die Spucke des Teufels von Ella Theis. Es sind auch viele Rezepte enthalten, u. a. ein Topinamburauflauf.

  3. Pingback: Gebackener Topinambur mit Pilzragout an blanchierten Wirsingstreifen | Achtung, Pflanzenfresser!

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