Die belasteten Eier, die von einem Bio-Betrieb im Landkreis Emsland stammen, sind bereits nach Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen ausgeliefert worden. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat seine Erkenntnisse auch auf dem Portal Lebensmittelwarnung.de veröffentlicht.

Eier mit dem Erzeugercode 0-DE-0356091. und einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 14.6. und später sollten vernichtet oder dem Handel zurück gegeben werden, empfiehlt das Ministerium.

Dioxin bleibt lange im „Freiland“

Dass solche Gift-Anreicherungen in Eiern verstärkt Bio-Höfe mit Freilandhaltung betreffen, liegt daran, dass das langlebige Gift sich nun mal in der Umwelt befindet, in die es z.B. über Müllverbrennungsanlagen und bestimmte Kunststoffe gelangt ist. Die Giftmenge in einem Ei soll zwar für sich genommen nicht gesundheitsgefährdend sein, doch reichert sich Dioxin im Körper im Lauf der Zeit an. Die Berliner Morgenpost bemerkt sehr richtig:

„Hauptquelle der Dioxinaufnahme ist bei Menschen mit 90 bis 95 Prozent Anteil die Nahrung, nahezu Zweidrittel davon durch Verzehr von Fleisch und Milchprodukten. Das liegt daran, dass sich die Gifte bevorzugt im Körperfett von Tieren ansammeln.“

fährt dann aber mit einer seltsamen Wischiwaschi-Argumentation fort:

„Weil auch Gewässer mit Dioxinen und PCB belastet sind, können sehr fetthaltige Fische wie Lachse und Heringe unter Umständen sogar schlimmer verseucht sein als Landtiere. Da solche Fische aber meist nur in relativ kleinen Mengen konsumiert werden, sind sie als Belastungsfaktor nicht so entscheidend. Wer die Aufnahme der gefährlichen Gifte minimieren will, dem empfehlen Experten, insgesamt wenig fettreiche tierische Lebensmittel zu essen. AFP“

(Dioxin-Eiern – was Verbraucher beachten sollten, 21.6.2012)

Das „AFP“ bezeichnet eine Presseagentur, deren Meldung man veröffentlicht, ohne sich noch selber Gedanken zu machen. Dass es weder der Morgenpost noch AFP einfällt, zum „Minimieren der Gifte“ den weitestmöglichen Verzicht auf tierische Nahrungsmittel zu empfehlen, wundert ja nicht – es wäre gleichwohl das einzig Richtige!

Ein Ei enthält im übrigen mit 11,3g pro 100 Gramm nahenzu dieselbe Menge, die auch eine Makrele mitbringt (11,9g). Wollten Verbraucher der Empfehlung folgen, müssten Eier also ebenfalls vom Speiseplan verschwinden.

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Siehe dazu auch:

Pflanzliche Alternativen für Ei – jetzt umsteigen!

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Über Claudia Klinger

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