Wochenlang war es in Berlin saukalt: Temperaturen deutlich unter Null, gefrorener Matsch, stolperglatte schlecht gestreute Gehwege – all das machte nicht gerade Lust auf einen Spaziergang. Ich fühlte mich immer öfter danach, mich im Bett zu verkriechen, möglichst gleich unter drei dicken Decken auf einmal.

Dabei heize ich doch! Wenn’s so kalt ist, sind die Räume, in denen ich mich aufhalte, eher ein wenig wärmer als sie sein müssten, um als „behaglich“ zu gelten. Trotzdem: mein Schaudern kam irgendwie von innen, es fühlte sich an, als ginge ich auf irgend eine Art in Resonanz mit der Mega-Kälte da draußen, Heizung hin oder her.

Ingwer-Tee, meine Rettung!

Der von vietnamesischen Immigranten geführte Laden in meiner Straße hat zum Glück immer Ingwerknollen vorrätig. Die exotische Knolle ist das beste Mittel gegen „innere Kälte“, das ich kenne! Beim Einkaufen erinnerte ich mich daran, erstand eine große verzweigte Knolle und rieb mir zuhause ein ca. zwei Zentimeter großes Stück klein. Für einen großen Kaffepott reicht mir etwa die Menge, die auf zwei Esslöffel passt. Zusätzlich hänge ich zur Geschmacksverbesserung einen Teebeutel in die Tasse und gieße dann mit heißem Wasser auf. Bedeckt fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, nach Bedarf süßen – fertig!

Wow, schon während ich den Tee trinke, entfaltet sich die „erhitzende“ Wirkung. Fünf Minuten später ist meine Laune deutlich besser und das Gefühl innerer Kälte komplett verschwunden. Kein anderes Getränk, das ich kenne, hat eine vergleichbare Wirkung. Allerdings geht es mir nur mit FRISCHEM Ingwer so, Ingwertee in Beuteln wirkt nur sehr viel schwächer, wenn überhaupt (=meine persönliche Erfahrung!).

Ingwer als Heilpflanze

In der chinesischen Medizin wird Ingwer seit 3000 Jahren als Heilmittel genutzt. Die Knolle soll gegen Schmerzen und Übelkeit helfen, ebenso bei chronischem Husten, Magen-Darm-Beschwerden und rheumatischen Gelenkbeschwerden wie Arthritis und Arthrose. Teilweise sind die heilenden Wirkungen schon durch wissenschaftliche Studien belegt, andere Behauptungen wurden noch nicht überprüft. Da ich keine Gesundheitsexpertin bin, seien dazu noch ein paar Quellen im Netz erwähnt:

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Über Claudia Klinger

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2 Kommentare zu Wenn nur noch Ingwer hilft…

  1. Pingback: Meine erste Tomatensuppe aus dem Mixer » Unverbissen vegetarisch

  2. Sina sagt:

    Ich liebe Ingwer!
    Meinen Ingwertee mache ich so:

    Ein ca daumengroßes (meine daumen haben eher Kindergröße ;)) Stück Ingwer schälen, ein bisschen kleinschneiden und durch die Knoblauchpresse in die Teekanne quetschen. (Ich hab die weltbeste Knoblauchpresse von Ikea, da gibt es praktisch keinen Verlust.) Das Bisschen, was in der Presse bleibt, kratz icha uch mit rein.
    Eine oder nach Belieben auch mehrere Scheiben von einer Bio-Zitrone reinschmeißen und mit kochendem Wasser auffüllen. Ich mag den leicht bitteren Geschmack, wer das nicht mag, schält nur dünn ein Stück gelbe Zitronenschale ab und quetscht ein bisserl Saft rein. Die weiße Pelle schmeckt bitter. Mindestens eine Viertelstunde ziehen lassen, mit Erythrit süßen.

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