Grillspiess vegan

Foto: Wheaty

Letztes Wochenende hab‘ ich zum ersten Mal Veganes gegrillt: Zum einen Spieße aus vorgebratenem, mariniertem Sojafleisch, teilweise in Abwechslung mit Räuchertofu aufgespießt. Die waren nicht das Problem, sie brauchten ja auch fast nur noch erhitzt zu werden (wobei sich dann allerdings die Frage stellt: warum der Aufwand mit dem Grill?).

Problematisches Gemüse

Es gab aber auch Gemüsespieße. Ich hatte Stückchen und Scheiben von Zwiebeln, Zucchini, Champignons, Auberginen und Paprika zusammen gesteckt und die dann auf einer Lage Alufolie auf den Grill gelegt. Immer mal gewendet, doch es hat schier ewig gedauert! Außerdem werden die Gemüse nicht gleichzeitig durch, was den Genuss deutlich schmälert. Entweder sind noch einige Teile fast roh ODER manche sind schon ziemlich schwarz – nicht gut!

In all den Rezepten, die ich im Veggieversum so fand, wird immer nur auf die Zusammenstellung der Spieße bzw. aufs Marinieren eingegangen. Allenfalls wird mal erwähnt, dass man Alu unterlegen soll.
Kombinationen aus Sojafleisch/Tofu und Gemüse hab‘ ich sicherheitshalber gar nicht erst probiert (dabei liegt ja auf der Hand, dass es nicht klappen kann, denn die Fleischalternativen sind ja schon gar, während die Gemüse lange brauchen). Dass es auch mit Gemüse problematisch ist, weiß ich erst seit Samstag.

Meine Fragen an Euch:

Gibt es irgendwelche Tricks, diese Probleme zu umschiffen? Was grillt Ihr denn so – und wie genau? Soll man auf Spieße besser verzichten und die Gemüse einzeln in Scheiben bzw. Streifen grillen?

Über Kommentare mit Hinweisen und eigenen Erfahrungen freu ich mich!

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Über Claudia Klinger

Unverbissen Vegetarisch gibts auch auf Facebook (ich freu mich über jedes "´Like"!) Mit allgemeinen Themen findet man mich auf meinem seit 1999 aktiven Digital Diary. Und Veggie-News gibts auf Twitter.com/unverbissen.
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10 Kommentare zu Hallo Veggie-Grill-Kundige, mal eine Frage…

  1. Katrin sagt:

    Stimmt, Gemüsespieße dauern ewig! Und die Aluplatten brauchen Platz, und wenn man mit uneinsichtigen Fleischessern grillt, muss man sich für die Platz“verschwendung“ rechtfertigen… vegetarisch mag ich vom Grill am Liebsten in Alufolie gepackte Pakete aus Gemüse (Zucchini, Tomaten, Auberginen, Pilze) mit Feta und Olivenöl und ein paar Kräutern. Oliven sind da auch gut drin. Ist natürlich nicht vegan, aber vielleicht fällt Dir ja ein erhitzbarer Feta-ersatz ein. Außerdem: Kartoffeln in der Glut, am Besten auch in Alufolie. Für mich mit sour cream. Alufolie scheint der Trick zu sein…

  2. Ich kann mich der Alufolie nur anschließen, damit geht alles deutlich schneller. Wer Spieße hübscher findet (außerdem gibt es ja wiederverwendbare Metallspieße, was den Abfall reduziert), sollte dann Monospieße machen, also immer nur eine Sorte und die dann je nach Dauer auf dem Grill lassen. Ich nehme immer zwei Lagen Alufolie und gebe zuunterst das, was am längsten braucht, beim letzten Mal waren das Zwiebelachtel und größere Zucchinistücke, darauf kamen dann die Paprikastreifen, zu guter letzt noch ein Schuss Öl. Dann schließt man den kleinen Haufen in der Alufolie ein, also einfach die Folie oben zudrehen, wie ein großen Bonbon. Das Ganze kann dann direkt in die Glut (nimmt keinen Grillplatz weg ^^), 10-15 Minuten hält das durchaus aus. Die Zwiebeln sind dadurch immer unten, werden braun und geben lecker Röstamora ab, die Paprika garen zuoberst eher indirekt.
    Außerdem kann man mit der Gemüsegröße tricksen, das mit der geringsten Garzeit einfach größer schneiden und umgekehrt.
    Bei Kartoffeln würde ich diese immer vorkochen, zumindest halb, dann dürfen diese in Alufolie auch direkt in die Glut. Dabei hilft es auch, wenn man sie auf einen Metallspieß steckt, der erhitzt sich auch und gart die Kartoffel auch von innen.

  3. odacova sagt:

    Es gibt einen Gemüsewok für den Grill. Darin kann man das Gemüse problemlos grillen und braucht keine Alufolie benutzen. Das ist auch sehr nützlich wenn man bei Fleischessern grillt. Als Spieß würde ich drauf achten daß die Gemüsescheiben nicht zu breit und dick sind. Dann sind sie schneller durch. Beim Grillen kannst du sie auch noch mit Marinade bestreichen damit sie nicht austrocknen

  4. Margit sagt:

    Wir grillen viel Gemüse. Am liebsten aber: Zucchini in Scheiben geschnitten und ein paar Stunden mariniert, Paprika in Viertel geschnitten und mit Öl bepinselt – die kommen auf Alugrillschalen. Paprikas früher als die Zucchinischeiben, denn die Paprikas brauchen länger.
    Sehr, sehr gerne mögen wir Champignons. Da gibt es diese riesigen „Grillchampignons“, köstlich. Jeder Champignon wird sorgfältig in Alufolie gepackt und zwar zusammen mit gehacktem Knoblauch, diversen Kräutern (Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut, Oregano, Ysop – was eben grad zur Hand ist), mit ein paar Tropfen Zitronensaft und etwas Olivenöl beträufelt. Gesalzen werden erst die fertig gegrillten Champignons, sonst laufen sie beim Grillen so aus. Die „Champignonpakete“ müssen ganz dicht sein, damit der Dampf drinnen bleibt und müssen als allererstes auf den Griller, die brauchen wirklich lang bis sie gar sind. Aber sie schmecken himmlisch.
    Was beim vegetarischen Grillen immer gut kommt, ist Grillkäse (Halloumi), den kann man auch marinieren.
    Kartoffeln gibt’s entweder in Alufolie gepackt direkt aus der Glut (das dauert relativ lang) oder vorgekocht und dann auf den Grill gelegt, immer mit ein bisschen Öl bepinseln.
    Spieße machen wir aufgrund der unterschiedlichen Garzeiten kaum.
    Gemüse grillen dauert einfach länger und braucht mehr Platz. Deshalb haben wir für Einladungen von Freunden extra noch einen zweiten Griller angeschafft…
    Viel Spaß beim Genussgrillen und beim Ausprobieren!
    Liebe Grüße
    Margit

  5. Heiner Schäfer sagt:

    Mit dem Alu wäre ich vorsichtig, es steht im Verdacht, Alzheimer zu begünstigen. Zum Grillen eignen sich Seitan-Produkte, die entwickeln eine schöne Kruste.

  6. Claudia sagt:

    Ich danke Euch für die Tipps und Berichte über Eure Erfahrungen! Einen Gemüsewok werde ich eher nicht erwerben, da ich mir den ja auch gleich auf den Herd stellen könnte – wie gesagt erscheint mir der Aufwand mit der Grillerei (ich gehe vom Holzkohlengrill aus) etwas übertrieben, wenn man ihn dann eigentlich gar nicht nutzt, sondern nur seine Hitze.

    Gemüse in Scheiben auf Alufolie, Champignons im Alu-Pack und Vleisch-Spieße, am besten auch auf Alu, damit sie nicht anbrennen (sind ja schon durch) – das scheint das Fazit in Sachen Veggie-Grillen zu sein. Das Alu stört mich nicht, es ist – nach Paracelsus – immer die DOSIS, die das Gift macht. Und sooo oft komm ich nicht an einen Grill… :-)

  7. Hans sagt:

    Nun ja: Fleischhaltige Bratwürste sind gegart, Tofu-Würste und Seitan sind auch nicht roh – die Lösung liegt also nahe: Gare Dein Gemüse (zumindest leicht) vor. Dann wird das auf dem Grill ebenso schnell fertig wie ein Fleischersatz.

  8. Anne sagt:

    Du könntest das offene Feuer nutzen, um Auberginen für einen rumänischen Auberginensalat vorzubereiten. Das ist etwas, was man in der Küche kaum richtig hinkriegt. Rezept z.B. hier: http://www.chefkoch.de/rezepte/1086271214542887/Auberginensalat.html. Wenn die Auberginenhaut richtig schwarz ist, wird das Innere rausgeschabt (oder wahlweise die Haut abgezogen), musig gehackt, mit ein paar fein(st) gehackten Zwiebeln vermengt und mit Salz und gutem Öl abgeschmeckt. Die Verfasserin des o.g. Rezepts hat auch eines für gegrillte Auberginen eingestellt, das habe ich aber noch nicht probiert.

    Außerdem habe ich offenes Feuer auch schon genutzt, um die Haut von roten Paprika gezielt zu verbrennen und dann aus den geschälten Paprikas schnell eingelegten Paprikasalat gemacht (mit Knoblauch und Olivenöl). Schmeckt deutlich besser, als wenn man die Paprika im Ofen schwarz grilliert. Den Trick mit der Plastiktüte* sollte man sich vorbehalten, weil auch auf offenem Feuer/Glut die Haut nicht überall gleichmäßig verbrennt und sich manchen Stellen deshalb schwerer schälen lassen.
    *Gegrillte, heiße Paprika unmittelbar nach dem Grillen in eine Plastiktüte geben und dort ca. 1/2 Std. ausdampfen lassen. Der Wasserdampf weicht die Haut auf und sie lässt sich dann leichter abschälen.

    Auch könnte ich mir vorstellen, dass man in der Glut bzw. auf einem miterhitzten Stein vielleicht dünne Brotfladen backt. Habe auch schon gehört, dass manche dazu einfach einen Gusseisentopf ins Feuer stellen…

    Mir persönlich ist das mittlerweile meist zu viel Arbeit. Ich will einen Grillabend mit Freunden ja auch genießen. Wenn ich bei Fleischessern zum Grillen eingeladen bin, frage ich daher an, ob ich einen Steckerlfisch bekommen kann. Das stellt die Grillmeister dann vor ganz neue Herausforderungen (z.B. extra Grill). Andernfalls darf es auch Lamm sein – 1-2x pro Jahr kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren.

  9. Stephie sagt:

    Ich grille grundsätzlich keine Spieße, da hatte ich auch schon zu Omnizeiten immer das Problem, dass z.B. das Fleisch durch war, aber die Paprika noch halb roh. Ich achte beim Grillen einfach darauf, dass das Gemüse, das ich zusammen grille, ähnliche Garzeiten hat. Ansonsten wird in Etappen gegrillt (längste Garzeit als erstes, zum Schluss das, was schnell geht).
    Am liebsten grille ich in ca. 0,5 cm dicke Streifen geschnittene Zucchini, Fenchel, marinierten Tofu, frischen Knoblauch und Baguette für Bruschetta. Ganz selten mal Maiskolben. Damit bin ich immer satt und es ist superlecker :) Die Vorbereitung dauert 5 – 10 Minuten, da ist man mit Fleisch auch nicht viel schneller. Wenn ich spontan grillen will, landet auch mal ein Bratling oder irgendwas Fakemäßiges auf dem Grill, aber das ist eigentlich nie nötig und längst nicht so lecker.

  10. Silke sagt:

    Erst einmal möchte ich ein großes Lob loswerden! Ich finde diese Seite großartig und habe mich sehr gefreut, sie entdeckt zu haben. Das ein oder andere Rezept habe ich bereits ausprobiert und bin sicher, dass noch viele weitere folgen werden. Wir sind zwar keine Vegetarier, essen aber sehr wenig Fleisch. Es ist super, so viele schöne und leckere Alternativen zu finden :-)

    So, und jetzt zum Gemüse grillen:
    Wir haben vor ein paar Wochen einen Grillkorb gekauft. Das ist eine Art Pfanne mit Löchern. Das Gemüse wird vorher klein geschnitten und in Würzöl geschwenkt. Und dann kommt es im Korb auf den Grill und entwickelt dort ein sehr rauchiges, leckeres Aroma. Was länger braucht (Kartoffeln zum Beispiel) kommt als erstes hinein, alles andere dann später. Zwar braucht das tatsächlich so etwas Platz auf dem Grill, aber es schmeckt wirklich phantastisch!

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