Heute war definitiv nichts mehr im Kühlschrank, was zu einem schnellen pflanzlichen Imbiss getaugt hätte. Da fiel mir eine Packung mit 500g Sauerkraut ins Auge, die da schon vier Wochen auf Verwendung wartet – und ein bisschen Räuchertofu war auch noch da. Warum also nicht mal wieder Sauerkraut? Überall, wo ich früher Schinken- oder Speckwürfel brauchte, nehme ich heute Räuchertofu, was erstaunlich stimmig klappt.

Sauerkraut mit Räuchertofu

Und so gehts:

Ca. 100 Gramm Räuchertofu in Würfel schneiden und mit Rapsöl anbraten. Nach ca. 5 Minuten eine geschnippelte Zwiebel dazu geben, sowie eine Prise Salz und Pfeffer. Das Sauerkraut in einem Sieb ausdrücken, dann kommt es ebenfalls in die Pfanne, wo es mit den mittlerweile mehr als glasigen Zwiebeln und den krossen Tofuwürfeln vermischt wird.
Zwei Esslöffel Zucker (vermutlich geht es auch mit der entsprechenden Menge Ahornsirup) darüber streuen und unter mehrfachem Wenden weiter braten. Der Zucker neutralisiert einen Teil der Säure und karamelisiert beim braten. Wer ein mildes Sauerkraut aus der Dose verwendet, braucht weniger davon.

Zum Schluss das Ganze mit einem halben Liter Gemüsebrühe ablöschen, ein Lorbeerblatt und 2 Nelken dazu geben. Dann ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme kochen. Falls es danach noch zu sauer ist, nochmal mit Zucker abschmecken – fertig!

Schmeckt mit Bratkartoffeln, Kartoffelbrei oder einfach so mit Brot.

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Über Claudia Klinger

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7 Kommentare zu Sauerkraut mit Räuchertofu

  1. Homeveganer sagt:

    Mhhhmmmm, lecker :)

  2. Das hatte ich auch schon mal, mit geriebenem Apfel und Weißwein am Kraut.
    Hast Du schon mal Sauerkraut selbst gemacht?

  3. Claudia sagt:

    @Klaus-Peter: nö, das scheint mir nicht dafür zu stehen. Wenn ich frisches Sauerkraut im Bioladen kaufe, dann ist es ja GENAU SO gemacht, wie auch ich es machen könnte/würde.

  4. Sauerkraut ist vielleicht das bekannteste fermentierte Gemüse – und frisch gibt es das nur selten. Paprika, Möhren, alles mögliche kann man aber auch fermentieren und geschmacklich abstimmen – Stichwort: Kimchi.
    Dabei war mir aufgefallen, wie viele Möglichkeiten es gibt. Soja-Joghurt zum Beispiel spart, selbst gemacht, viel Geld. Das gilt auch fürs Sauerkraut, ist auch für manche ein Argument.
    Auf „frisch“, also roh und nicht gekocht kommt es dabei an, wegen der Kulturen, die so die Darmflora positiv beeinflussen.

  5. Trudi sagt:

    Hallo Claudia,
    angeregt durch deine Artikel und dein Buch (ich hab es am letzten Wochenende in einem Rutsch gelesen!!!) habe ich heute erstmals Räuchertofu ausprobiert. Ich bin echt positiv überrascht, das schmeckt echt lecker!!
    Ich habe den Tofu anstelle von Schinkenwürfeln in eine Spaghettisoße gebraten und er war ein absolut vollwertiger Ersatz.
    Dazu muss man sagen, das ich zwar häufig vegetarisch esse, aber mich eigentlich noch nicht zu den Vegetariern und schon gar nicht zu den Veganern zählen kann…. der Weg ist halt weit!
    Herzlichen Dank für diese vielen Infos und die Rezepte!
    Liebe Grüße
    Trudi

  6. Claudia Klinger sagt:

    @Trudi,

    na, das freut mich aber! Die Entdeckung von RÄUCHERTOFU ist Gold wert – die meisten Normalköstler kennen nur Naturtofu und erkennen eher keinen Bedarf an diesem „geschmacklosen“ Zeugs! (das natürlich durch entsprechende Würzung und Zubereitung auch sehr gewinnt),
    Ja, ich verwende Räuchertofu auch überall dort, wo ich früher Schinken und Speckwürfel verwendet habe – klappt super und schmeckt stimmig!

  7. Pingback: Vegane Ernährung: Vom sanften Zwang, ständig zu kochen » Unverbissen vegetarisch

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