Meine Experimente mit selbst hergestellter veganer Wurst muss ich mal wieder fortsetzen! Denn eigentlich finde ich es superspannend, was so alles geht, wenn man nur ein bisschen forscht, ausprobiert und Zeit investiert.

Zeit, die ich allerdings oft nicht habe. Schließlich hab ich auch früher Würste nicht selber gemacht, also ist das die natürliche Lücke für die Hersteller pflanzlicher Wurstvarianten. Ab und an kaufe ich mal Wiener- und Bratwurst-ähnliche Würstchen, um z.B. einen Linseneintopf anzureichern. Doch auch in Sachen Wurst gilt: mein Appetit darauf, insbesondere bezüglich kalter Wurstscheiben auf Brot, hat drastisch nachgelassen.

Große Würste „am Stück“ wie die Choricos von Vegourmet, die mir kürzlich ins Haus flatterten, hatte ich noch nie probiert. Mittlerweile hab‘ ich alle vier aufgebraucht, obwohl ich anfangs dachte: das reiche mir für viele Monate.

Die andere Konsistenz

Für ALLE veganen Würst, dich ich bisher gekostet habe, gilt: sie haben eine deutlich andere Konsistenz als Würste aus Fleisch und tierischem Fett. Sie sind gefühlt weicher, irgendwie „brotiger“ – und das ist ja auch verständlich, denn wie sollte eine Wurst aus pflanzlichen Zutaten auch „knackig“ sein? Der Fettgehalt ist meist sehr viel niedriger und das ist gesundheitlich ja sogar ein Vorteil. Trotzdem: kalt auf Brot machen sie mir nicht unbedingt Appetit auf mehr. Aber ANGEBRATEN können mich manche tatsächlich begeistern!

Die „Chorico Dolce“ hat mir von den vier verschieden gewürzten Chorico-Varianten am besten geschmeckt. Alle vier hab‘ ich nach anfänglicher Kalt-Probe ziemlich zügig gebraten verspeist – und so sind sie ja auch gedacht, nehme ich an. Da im Garten gerade Erntezeit ist, brate ich dazu meist Zucchinischeiben und verputze die derzeit reichlich anfallenden Tomaten. Genau das richtige, wenn ich zu faul zum kochen bin!

Wer sich jetzt fragt, was das für eine irre Tomate da auf dem Teller ist: das ist eine alte Sorte namens „Reisetomate“. Man kann von ihr Stücke abbrechen, ohne dass der Rest gleich auch gegessen werden muss. Sie wächst nicht nur im Garten, sondern sogar auch gut auf meinem Nordseite-Balkon.

Für Leute mit viel Zeit zum selber kochen gibts hier eine Linkliste mit Rezepten für vegane Würste.

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Über Claudia Klinger

Unverbissen Vegetarisch gibts auch auf Facebook (ich freu mich über jedes "´Like"!) Mit allgemeinen Themen findet man mich auf meinem seit 1999 aktiven Digital Diary. Und Veggie-News gibts auf Twitter.com/unverbissen.
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3 Kommentare zu Vegane Wurst für kochfaule Tage

  1. Hallo Claudia,
    da habe ich gerade diesen weiteren Blog von dir entdeckt und finde ihn wirklich interessant. Ich lebe zwar nicht vegetarisch, aber die Entwicklung geht immer mehr dorthin. Gerade heute Mittag haben wir (bei Putenschnitzel und Schweinemedaillon) wieder darüber diskutiert. Ich esse schon immer noch gerne mal Fleisch, meine Männer sowieso, aber ich kann auch ganz gut ohne. Deinen Blog werde ich verfolgen.
    Lieben Gruß
    Elke

  2. Claudia sagt:

    Hallo Elke! Schön, dass du hergefunden hast! Ja klar, „Noch-Fleisch-Essende“ sind eine wichtige Zielgruppe dieses Blogs, denn es gibt ja nicht nur Null und Eins, sondern auch Wenig-Fleisch-Esser, die evtl. Interesse haben, mal die eine oder andere Alternative auszuprobieren!

    Bei vielen Gerichten, die ich mittlerweile aus Seitan (Weizeneiweiß), Sojafleisch und Tofu koche, merken unwissende Normalköstler nicht mal, dass sie kein Fleisch enthalten: Bolognese, Fleischsalat, Schnitzel, Leberwurst – es ist unglaublich, was da alles möglich ist!

  3. Pingback: Vegane Ernährung: Vom sanften Zwang, ständig zu kochen » Unverbissen vegetarisch

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