Kohl ist ein Gemüse, das in meiner Alltagsküche leider zu wenig Beachtung findet. Klar, im Winter gibts öfter mal Rosenkohl, den ich sehr gerne mag. Im großen Rest des Jahres bin ich allerdings eher ein Kohlmuffel und damit nicht etwa alleine. Wo gibts z.B. mal Kohl in einem Restaurant? Ja, beim Griechen der Weißkraut-Salat, gelgentlich Broccoli als Beilage – aber sonst?

Die allgemeine Kohl-Ignoranz liegt vermutlich daran, dass Kohl früher als „arme-Leute-Essen“ diskriminiert wurde. Und auch daran, dass manche Sorten beim Kochen den typischen „Kohlgeruch“ abgeben, den nicht jeder mag – vor allem nicht am nächsten Tag. Auf eine solche Sorte bin ich allerdings noch nicht gestoßen, nicht mal bei Verwendung klassischen Weißkohls in der „asiatischen Kohlsuppe“. Vielleicht hat man dem Kohl das irgendwie wegzüchten können?

Mehr Kohl zu essen wäre jedenfalls supergesund. In 100 Gramm Kohl steckt soviel Vitamin C wie in einem Glas Orangensaft. Außerdem enthält er die Vitamine B, A, E und K, die Mineralstoffe Kalzium, Eisen und Magnesium und viele sekundäre Pflanzenstoffe, von denen immer wieder behauptet wird, sie schützten vor Krebs. Insbesondere für Veggies empfiehlt es sich, Kohl in den Speisplan einzubauen, da wir Kalzium und Eisen nicht über Milch und Fleisch aufnehmen und Kohl sehr viel davon mitbringt.

Spitzkohl mit Pilzen und Polenta

Gestern hab‘ ich mir also mal ein Gericht mit Kohl zubereitet: mit Spitzkohl, genauer gesagt, der definitiv keinerlei zweifelhafte Gerüche abgibt. Die Zubereitung ist einfach: äußere Blätter entfernen, den Spitzkohl längs teilen, den Strunk heraus schneiden und dann den Kohl quer in schmale Streifen schneidenl. In Öl oder Margarine (Alsan) anschwitzen, mit etwas Gemüsebrühe ablöschen, mit Salz, Pfeffer und einer Brise Muskat noch ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Brühe weitgehend verdunstet ist. Ein Klacks Sojasahne dazu – fertig.

Dazu passen z.B. gebratene Pilze und Polenta-Schnitten.

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Über Claudia Klinger

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3 Kommentare zu Mehr Kohl!

  1. Barbara sagt:

    Leider vertrage ich Kohl nicht. Das ist so schade, weil es so viele tolle Rezepte gibt.
    Ich habe gestern einen Bloganbieter gefunden und möchte dich gerne mal fragen, was du darüber denkst? das findest du unter qwer.com
    würde mich sehr über eine Antwort freuen

  2. Claudia sagt:

    Hallo Barbara,

    gar kein Kohl? Auch Rosenkohl und Broccoli nicht?

    Was diesen Anbieter angeht: ich kann noch nicht mal die auszuwählenden Videos sehen, da die auf deren Webseite nicht gefunden werden. Ganz allgemein bin ich aus vielen guten Gründen dagegen, sich beim Bloggen von einer „besonderen Technik“ und einem ebenso „speziellen“ Anbieter abhängig zu machen!! Viel besser ist es, ein offenes System wie WordPress zu nutzen, mit dem „alle Welt“ sich auskennt. Wenn dazu Fragen sind, gibt es Foren und viele Menschen, die antworten können! Und es ist kostenlos…

    WordPress gibt es sowohl von „Massenanbietern“ wie z.B. http://de.wordpress.com/ – wobei man für fortgeschrittene Features dann bezahlen muss.

    Oder (für mich die beste Variante!) man bucht sich gleich eigenen Webspace bei einem am besten inländischen Anbieter – da gibt es auch solche, die auf WordPress-Blogs „spezialisiert“ sind und alles für die Anwenderin recht einfach machen – ein solcher Anbieter scheint http://www.wp-webhosting.de/ zu sein, ich hab aber keine eigenen Erfahrungen mit denen, hab aber lobende Kommentare gelesen.

    Wenn du mehr Beratung brauchst, schreib mir bitte per Mail – die steht hier.

  3. hanna sagt:

    hallo barbara,
    kohl braucht immer ein wenig muskat und kümmel um gut vertragen zu werden. außerdem solltest du den strunk rausschneiden und nur die blätter verwerten, dann bleibst du beschwerdefrei. spitzkohl und weißkohl würze ich am liebsten mit kreuzkümmel. bringt eine orientalische note und schmeckt köstlich.
    gruß
    hanna

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