Gestern hab‘ ich mir mal wieder Soja-Gulasch gekocht. Der Rest einer Tüte Trocken-Soja kam zum Einsatz, der Geschmack kam, wie immer bei texturiertem Soja, durch Gemüse, Brühe, Tomatenmark und Gewürze zustande.

Gerne mache ich bei solchen Gerichten mengenmäßig mehr als es für eine Mahlzeit braucht. Die Sojawürfel hatte ich zunächst 10 Minuten in Gemüsebrühe ziehen lassen, sie dann per Hand ausgedrückt und ordentlich gewürzt, wobei Senf und der Geschmacksträger Öl durchaus eine Rolle spielen. Die Gulaschsoße bereitete ich aus den genannten Zutaten erstmal ohne die Sojawürfel zu. Die wurden in einer extra Pfanne gebraten und kamen am Ende zum „Gulasch“, wo sie noch ca. 20 Minuten mitköchelten, um den Geschmack anzunehmen.

Auswaschen nicht vergessen

Es schmeckte fast perfekt – aber eben nur FAST!! Ein typischer „Soja-Geschmack“ mischte sich ins gewohnte Gulasch-Aroma, der mich definitiv störte. Selber schuld! Hatte ich doch den Rat von Peter (die Umsteiger – weg vom Fleisch) mal wieder ignoriert, der immer wieder dazu rät, die Sojateile nach dem Einweichen nochmal mit klarem Wasser AUSZUWASCHEN, bzw. durchzuspülen. So verschwindet nämlich der Sojageschmack, den manche Sorten dieses „Trockensojas“ mitbringen. Manche aber auch nicht, das schwankt von Hersteller zu Hersteller, manchmal sogar zwischen Soja-Würfeln oder Medaillons aus derselben Packung!

Da ich bisher meist Glück hatte und kein Sojageschmack meine Gerichte trübte, neigte ich eher dazu, nicht auszuwaschen. Immerhin hat man ja gerade die Gemüsebrühe zum Einweichen bzw. anköcheln genutzt, um schon mal eine erste Würzung ans „Vleisch“ zu bringen. Da erscheint Auswaschen als ziemlich widersinnig… Man kann damit aber eben auch Pech haben, wie ich nun mit dem Gulasch erlebte.

Am zweiten Tag war dieses störende Soja-Aroma dann allerdings verschwunden. In Zukunft werde ich also am Vortag kochen ODER nur mit Wasser einweichen und dann vor dem Würzen und Marinieren auswaschen.

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Über Claudia Klinger

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7 Kommentare zu Tipp für Soja-Gulasch und andere Gerichte mit Soja-Vleisch

  1. Djax sagt:

    Ja, das stimmt. Kommt nicht immer vor. Aber hab auch noch nicht raus von was es abhängt. Ich übergieß sie einfach immer mit Wasser aus der Wasserkocher und lass sie 10min ziehen. Dann auswaschen und dann erst im Würzsud. Klappt bestens.
    Peter´s Blog ist wirklich super!

  2. Elvira sagt:

    Ich spüle so lange, bis das Wasser fast klar bleibt. Allerdings benutze ich zum Quellen auch keine Gemüsebrühe mehr , wie in vielen Rezepten vorgeschlagen wird. Denn durch das viele Spülen wasche ich den Geschmack eh wieder raus.

  3. Pingback: Tipp für Soja-Gulasch und andere Gerichte ...

  4. Günter sagt:

    Hallo,
    muss es immer Soja sein? Heute im kam im BR die Sendung Unkraut und dort wurde Lupine vorgestellt, kannte ich nicht hört sich sehr interessant an!
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/unkraut/themen-nach-rubriken/handwerk-tradition/lupinen-nahrungsmittel-vegetarisch-100.html

  5. Claudia Klinger sagt:

    Güther: es MUSS natürlich nicht… aber ein vergleichbares Produkt aus Lupine GIBT ES NICHT. Aus Trockensoja (auch: texturiertes Soja), das es im Steak-, Medaillon-, Würfel- und Schnetzel-Format gibt, kann man unzählige verschiedene Gerichte machen. Und zwar jederzeit, denn das Trockenzeugs kann man in Mengen kaufen, es hält schier ewig.

    Auch Seitan – die zweite beliebte Fleischalternative aus Gluten/Weizeneiweis – kann ich jederzeit aus Gluten zubereiten und ihm die gewünschte Form geben.

    Lupinenprodukte sind dagegen bisher Fertigprodukte – also sowas wie das Lupinenschnitzel aus der Plastikpackung, das man nurmehr anbraten muss. Das hab ich mal ausprobiert und fand es – verglichen mit den selbst gemachten Soja bzw. Seitanvarianten – nicht sooooo wohlschmeckend, dass es mich beeindruckt hätte. Deutlich teurer sind diese Fertigprodukte auf jeden Fall!

  6. Markus sagt:

    Ich bin auch immer auf der Suche nach der optimalen Zubereitung von texturiertem Soja und probiere viel herum. Da es mir hin und wieder passiert, dass das Soja beim ersten Einweichen überkocht, habe ich wie bei Nudeln mal ein paar Esslöffel Öl mit ins Wasser gegeben. Neben der Tatsache, dass es damit tatsächlich nicht so schnell überkocht, habe ich festgestellt, dass sich das Soja nach dem Auswaschen und auspressen besser braten und weiterverarbeiten lässt. Offenbar scheint es ein bisschen des Öls aufzunehmen, zumindest habe ich es dadurch deutlich schneller krümelig angebraten als ohne.

  7. Johannes sagt:

    Der Kommentar kann gern gelöscht werden, mich interessiert nur wie jemand wie Peter noch promotet werden kann, nach dem Totalausfall in Richtung Flache-Erde-Verschwörung.

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