Ich schicke gleich mal voraus: den hier beschriebenen Spiralschneider hat mir niemand „zur Verfügung gestellt“ und niemand hat ihn mir zwecks Produkttest aufreden wollen!

Ganz im Gegenteil bin ich selbst auf die Suche gegangen: Nach ausgiebiger Recherche in den Kommentaren und Erfahrungsberichten zu allen gängigen Modellen hab‘ ich mich für den vertikalen LURCH 210215 entschieden und ihn selber gekauft. Warum es dieser Spiralschneider wurde und nicht eine der derzeit viel gekauften Alternativen erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Und so sieht er aus:

Spiralschneider Spiralo von Lurch

Das Gerät ist schnell und einfach zusammen zu bauen und steht nun auf einer dreieckigen Grundfläche von 19 x 19 x 22 Zentimetern. Diese platzsparende Bauweise war für mich ein Hauptkriterium, denn ich wollte nicht soviel Platz opfern, wie ihn der bekanntere Lurch Spirali mit seiner horizontalen Bauweise benötigt hätte, der mit 30 x 12 cm bei weitem nicht so kompakt wirkt.

Tolle lange Zucchini-Spaghetti

Seit Dienstag schmückt das Gerät nun meine Küche und hat mich bisher nicht enttäuscht, sondern meine Erwartungen voll erfüllt, ja sogar übertroffen. Praktisch anstrengungslos kurbelte ich mir binnen Sekunden sagenhaft lange Zucchini-Spaghetti:

Zucchini-Spaghetti

Das Reinigen der drei Messer-Module ist unproblematisch: ausklinken und unter fließendem Wasser abspülen. Selbst als ich es mal vergessen hatte, war das Säubern am nächsten Tag mittels einer Minute Einweichen in heißem Wasser und mit einer Spülbürste kein Problem.

Spiralschneider Spiralo: Wie es funktioniert

Der Spiralo kommt mit drei verschiedenen, sehr scharfen Messern: für dünne und dickere „Spaghetti“, sowie für dünne, runde Scheiben. Das jeweilige Gemüse oder Obst darf bis 18 cm Durchmesser haben, man hat also vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Ist das Gemüse eher dünn, wie etwa eine Möhre, entstehen kurze Spiralen, was aber nicht wirklich wundert. Vermutlich geht das mit den Geräten in „Bleistift-Spitzer-Manier“ besser, doch haben diese dafür andere Nachteile – aber dazu später.

Das Gemüse wird zwischen Haltespitzen oben und einem Halte-Dorn unten am Messer eingespannt:

Spiralschneider Lurch - Halterungen

Man dreht dann mit ganz minimalem (!) Druck nach unten an der Kurbel, wodurch das Gemüse auf das Messer gedrückt, im Uhrzeigersinn gedreht und geschnitten wird. und Konstruktionsbedingt bleibt dann am oberen Ende eine kleine Gemüsescheibe übrig, die so hoch ist wie die Haltespitzen. Äußerst wenig im Vergleich zu all den Geräten, die zusätzlich noch eine ziemliche „Säule“ in der Mitte übrig lassen, wie etwa der horizontale Spirali von Lurch.

Für Standfestigkeit sorgen drei Beine, deren zwei mit sehr effektiven Saugfüßen versehen sind. Beim dritten Fuß fehlt der Saugfuß, denn man hat sich wohl gedacht, dass der dritte Fuß auf einem Brettchen oder einem flachen Teller steht, der die Spiralen auffängt. Ich spare mir das und schneide direkt auf die saubere Arbeitsplatte, schließlich mache ich da auch Teig, warum also die Dinge komplizieren?

Test-Gemüse

Neben den Zucchini hab‘ ich bisher Rettich, Gurke und Möhre ausprobiert. Alles klappte gut, wobei ich bei der weicheren Gurke die Halterung mit den Spitzen bewusst fest eindrücken und ein klein wenige mehr Druck nach unten ausüben musste, damit das Messer auch gut greift. Klappte dann aber wunderbar! Ich hatte befürchtet, dass mit dem dünnsten Messer nur Gurkenmatsch entsteht – aber weit gefehlt: ein toller Rohkostsalat war das Ergebnis meiner ersten Rettich-Gurken-Experimente.

Gurken-Rettich-Spiralen

Für diesen Artikel sollten Zwiebeln jedoch nicht fehlen, denn die braucht man ja doch sehr häufig – warum nicht auch mal als Spiralen? Dafür nahm ich nicht das Messer für die dünnen Spaghetti, sondern das etwas größere. Das Ergebnis mit einer kleinen geschälten Zwiebel lässt nichts zu wünschen übrig:

Zwiebelspiralen

Ich bin ganz begeistert darüber, was für Möglichkeiten sich hier auftun! Kohlrabi, rohe rote Beete, Kartoffeln und vieles mehr warten noch auf erste Spiralisierungen. Alsbald werde ich auch Obst ausprobieren, vor allem Äpfel. Das mit dem „kraftvoll zubeissen“ ist mit meinem Zahnstatus nicht mehr wirklich angenehm, weshalb ich mir selten Äpfel kaufe. Das wird sich jetzt aber ändern, da bin ich schon fast sicher.

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*

Warum kein anderer Spiralschneider?

Zum Schluss hier noch ein paar Anmerkungen zu den Spiralschneidern, die derzeit bekannter sind als der Spiralo 210215. Stundenlang hab‘ ich Kommentare und Test-Artikel gelesen, auch manches Video mit praktischer Anwendung geschaut. Los geht’s:

  • Der Lurch 10203 Spiralschneider Spirali ist baugleich mit der Atilla-Hildmann-Edition und unterscheidet sich nur farblich. Das Gerät ist mir deutlich zu groß, zudem erscheint mit die horizontale Bauweise nicht optimal, da die Schwerkraft hier eher kontraproduktiv wirkt: das Eigengewicht des Gemüses, das von den Zacken gehalten werden muss, zieht nach unten. Das wurde in Kommentaren auch kritisiert, denn es soll zur Folge haben, dass das Gemüse öfter mal runter fällt. Auch bleibt für mich zuviel Rest übrig: nicht nur eine Scheibe an der Halterung, sondern auch ein ca. 1cm dicke „Säule“ in der Mitte.
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    Der Spiralschneider Spirelli von Gefu war eigentlich mein Favorit: Klein und handlich, grade richtig für Portionen für max. zwei Personen. Er funktioniert nach dem Bleistftspitzer-Prinzip und sieht aus wie eine Sanduhr. Der Nachteil: es lassen sich nur längliche Gemüse verarbeiten, also Gurken, Zucchini und Möhren bis zu einem durch die trichterförmige Öffnung begrenzten Umfang. Das allein hätte mich noch nicht abgeschreckt, wollte ich doch vor allem die berühmten Zucchini-Spaghetti produzieren. Allerdings berichteten viele Anwender, dass es viel Kraft kostet, z.B. Möhren damit zu spiralisieren. Die Klage fand ich ziemlich oft, einmal mit der Bemerkung, der Arm fühle sich danach an, als hätte man 100 Schrauben eingedreht…. Wie ich mich kenne, wäre das Gerät deshalb bald nur noch im Schrank gestanden!

  • Der Mamcuisine Julienne ähnelt in der Funktion dem Spirelli und funktioniert ebenfalls nur mit genau passenden länglichen Gemüsesorten. Das allerdings auch nicht immer, wie viele enttäuschte Kommentatoren berichteten: Zu kurzes Schnittgut, lange Spaghetti nicht gelungen, nur dünne Zucchini werden verarbeitet, schlecht zu reinigen, mühsam zu drehen – für mich waren das zu viele negative Kommentare.

Meine Empfehlung

Wie nach diesem Posting wohl nicht anders zu erwarten, empfehle ich den Lurch 210215 Spiralschneider Spiralo grün / creme* (Werbelink), der mich bisher nur begeistert und die Verarbeitung von Obst und Gemüse unterschiedlichster Größe bei minimalem Abfall gestattet.

Auch der GEFU Spiralschneider Spirelli 13460* verdient seinen Werbelink. Klein und kompakt ist sein Anwendungsspektrum zwar begrenzt, aber wer nicht mehr will und nichts gegen ein wenig Krafttraining für den Arm hat, kann damit durchaus glücklich werden!

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Über Claudia Klinger

Unverbissen Vegetarisch gibts auch auf Facebook (ich freu mich über jedes "´Like"!) Mit allgemeinen Themen findet man mich auf meinem seit 1999 aktiven Digital Diary. Und Veggie-News gibts auf Twitter.com/unverbissen.
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5 Antworten auf Erfahrungen mit dem Spiralschneider Spiralo von Lurch

  1. Friedrich sagt:

    Hallo
    Wirklich sehr gute und interessante Seite.
    Mach selber die „befreite Ernährung“ und kann diese vegetarische Ernährungsweise nur jeden wärmstens zu empfehlen…

    Toll gemacht.
    Alles Gute
    mfg
    Friedrich

  2. Johannes Schulte sagt:

    Leider reissen bei uns immer die Kartoffeln beim schneiden von der Mitte her sternfoemig auf, Sie sitzen dadurch nicht mehr auf dem Spiess. Weder schneiddicke noch geschwindigkeit konnten das Problem loesen.

    Wer weiss Rat?

  3. Tim sagt:

    Bin sau begeistert mit den Dingern. Nutze es jetzt nur noch. Optisch gesehen schon super falls Besuch kommt.

  4. Veganerin sagt:

    Ich versuche mich gerade gesünder zu ernährend und meinen Lifestyle aufzupeppen. Es heißt ja, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist ist. Dessen bin ich mir nun mehr bewusst geworden und so habe ich erste Schritte unternommen, um mehr vegane Nahrung aufzunehmen.

    Leider konnte ich das Gemüse pur einfach nicht wirklich runterbekommen und habe es mit Gewürzen oder anderen Tipps versucht. Letztendlich ist es immer nur die Frage der richtigen Zubereitung und mit einem Spiralschneidern kriege ich leckere Salate hin, die mir und der ganzen Familie schmecken.

    Euer Blog hier hat mir auch sehr gute und nützliche Tipps geliefert und ich werde sicherlich auch weiterhin vorbeischauen.

    Grüße aus Bayern :D
    Annika die angehende Veganerin

  5. Klasse Artikel, ich finde es angenehm das man soviel wissen aus dem internet beziehen kann,..

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