Wie die Berliner Zeitung berichtet, ist ein Gast zusammen gebrochen, der versucht hatte, Hildmanns „schärfsten veganen Burger der Welt“ zu verspeisen:

Hildmanns „Hellfire Burger“ enthält drei der schärfsten Chili-Sorten der Welt, dazu die Chili-Extrakte Doomsday und Affliction, von denen allein das Letztere einen Schärfegrad von neun Millionen Scoville haben soll (zum Vergleich: Tabasco kommt auf nur 5000 Scoville). Bis jetzt schafften es nur vier Kunden, den Burger zu „besiegen“. Sie durften sich über einen Platz an Attilas „Wall of Flame“ freuen.

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27915768 ©2017

Sanitäter mussten sich um den Gast kümmern, während Hildmann das Ganze ablichtete und sich dann auf Facebook mit dem Event brüstete:

„Heute hat sich wieder jemand beim HELLFIRE CONTEST überschätzt und musste sich erstmal untern Tisch legen, die Sanis wurden gerufen …der schärfste vegane Burger der Welt mit Habanero, Scotch Bonnet Chili, Scorpion Chili, Doomsday 1mio scoville und Affliction 9mio scoville Extrakt…nix für Mimosen, müsst vorher ne Verzichtserklärung unterschreiben“

Na super! Das nenne ich mal ein konsequentes Eintreten für vegane Werte!  Der mit Büchern wie „Vegan for Health“ bekannt gewordene Vegan-Koch verführt Gäste mit seinem gesundheitsschädlichen „Hellfire Contest“ zu selbstverletzendem Verhalten!

Dass das nicht mal seinen Fans gefällt, schlägt ich in den Kommentaren zu dem Event massiv nieder. Doch mit Kritik kann Attila offenbar nicht umgehen, denn er reagiert mit Anwürfen in Fäkalsprache:

„…ach und bei der schaerfsten currywurst aus massentierhaltungsschweinchen die in berlin an jeder zweiten ecke verkauft wird heult ihr kackbratzen nicht rum oder wie? lächerlich, kackt meine seite hier nicht voll mit eurer mimimi-kommentarscheiße – jeder muss selbst wissen ob er sich austesten möchte mit meinem burger. 4 leute haben es immerhin geschafft in 8 wochen!“

Für mich ist Attila Hildmann damit durch! Ich werde keine Bücher von ihm mehr empfehlen, sein Erfolg ist ihm offensichtlich zu Kopf gestiegen. Pubertär anmutende Schwanzvergleiche wie „wer schafft den schärfsten Burger“ sind wahrlich nicht geeignet, Sympathien für die vegane Bewegung zu erzeugen.

Ich bin richtig entsetzt, zu welchen Methoden Hildmann greift, um seine Popularität zu steigern! Mit „Kampf gegen Massentierhaltung“ hat das nicht mal mehr am Rande was zu tun. Bye bye Hildmann!

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Über Claudia Klinger

Unverbissen Vegetarisch gibts auch auf Facebook (ich freu mich über jedes "´Like"!) Mit allgemeinen Themen findet man mich auf meinem seit 1999 aktiven Digital Diary. Und Veggie-News gibts auf Twitter.com/unverbissen.
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6 Kommentare zu Berechtigter Shitstorm für Attila Hildmann

  1. Ani sagt:

    Liebe Claudia,
    ich finde deine Reaktion übertrieben.
    Ich persönlich habe nicht dagegen, dass er diesen Burger anbietet. Da hat er mal wirklich recht, solche Contests gibt es wirklich wie Sand am Meer, warum nicht auch in vegan? Da schließt er eben eine Lücke, das macht man, wenn man damit sein Geld verdient. Er ist eben ein Geschäftsmann.
    Natürlich berichtet er auch darüber in den sozialen Netzwerken, er wäre doof, wenn er es nicht täte. Seine Reaktion auf die Kritik, hätte er anders formulieren sollen, da gehe ich mit.
    Man darf aber auch nicht vergessen, dass Attila Hildmann auch nur ein Mensch ist. Dazu noch ein Mensch, der sehr hart arbeitet, der seine Ziele verfolgt und dabei Gutes für unsere Welt tut.
    Man muss ihn als Mensch nicht mögen, er ist schon ein spezieller Schlag Mensch, das sehe ich ein. Aber ohne seine Arbeit in der veganen Bewegung, wäre das alles noch nicht so verbreitet, das muss man anerkennen. Auch spricht er eine Zielgruppe von Menschen erfolgreich an, die man nicht mit einem braven TV-Koch oder Restaurantbesitzer, etc. erreicht. Es gibt eben mittlerweile eine Generation, für die Dinge nur interessant sind, wenn Action geboten wird und auch mal „die Sprache der Jugend“ gesprochen wird. Ich finde dass er das sehr gut löst. Das ist ein schmaler Grad und dabei ist es ganz normal, dass man mal etwas mehr zu der einen oder zu der anderen Seite übertritt.
    Ich finde es ist übertrieben, so hart zu reagieren.
    Grüße,
    Ani

  2. ClaudiaBerlin sagt:

    Hi Ani,

    wer seine Leser/innen „Kackbratzen“ nennt, hat auch harsche Reaktionen verdient – meine Meinung!
    Sein Erfolg bei einer Action-geilen jungen Zielgruppe wird durch meinen kleinen Blogpost doch nicht mal angekratzt, da musst du dir sicher keine Sorgen machen.
    Für mich hatte „vegan“ auch immer was mit Ethik und Gesundheit zu tun. Körperverletzende Burger passen da einfach nicht, man muss nicht jeden Schwachsinn nachmachen, bloß weil es das als Fleisch-Variante gibt.
    In den Kommentaren auf FB hat ein Leser berichtet, dass nur Menschen mit einem bestimmten Gen-Defekt überhaupt in der Lage sind, ohne Schäden so einen Burger zu essen – ihnen fehlen die Schärfe-Rezeptoren.

  3. Sol sagt:

    Hallo Claudia,
    stimme Dir voll und ganz zu.
    LG Sol

  4. Kamutbrot sagt:

    Oh mein Gott…
    Claudia, ich bin mit Ihnen völlig einverstanden. Es geht wirklich um keinen Vegetarismus mehr. Wie immer, gibt es einen großen Unterschied zwischen die vegane Bewegung als eine Philosophie und innere Notwendigkeit und Neuheit, ein guter Weg, um Geld zu verdienen. Wenn es aus der Mode kommt, werden alle Pseudo-Veganern verschwinden.

  5. Ani sagt:

    Hallo Claudia,
    ich habe mich etwas unpräzise ausgedrückt: Ich meinte mit übertrieben harter Reaktion nicht deinen Blogpost hier, sondern deine Entscheidung Attila Hildmann und seine Bücher nicht mehr weiter zu empfehlen.
    Das ist, meiner Meinung nach, ein ziemlicher Scheuklappen-Blick auf die vegane Bewegung. Denn natürlich geht es dabei um Gesundheit und Ethik, aber auch um Toleranz. Grade das Thema, was Veganern und Vegetariern so häufig vorgeworfen wird.
    Die Toleranzgrenze ist eine persönliche Einstellung, die die Sache ja aber erst interessant macht, denn so entstehen die unterschiedlichen Meinungen.
    Letztendlich zählt für mich bei diesem Thema, dass jeder, der diesen Burger essen möchte, vorher informiert wird und es freiwillig tut, zudem jederzeit aufhören kann. Da ist man selbst für verantwortlich und das steht aus meiner Sicht nicht im Konflikt mit Gesundheit und Ethik.
    Grüße,
    Ani

  6. Therra Boier sagt:

    Der Typ ist einfach ein blödes narzistisches Arschloch. Seine Rezepte sind auch nur was für Eliten und um die Indios in Südamerika die sich wegen Leuten wie ihm ihre Grundnahrungsmittel wie Quinoa und Amaranth nicht mehr leisten können sorgt er sich auch nicht….!

    Bei Leuten wie ihm tut man sich selber einen Riesengefallen wenn man so tut als existierten sie gar nicht. In diesem Sinne.

    Mehr sage ich dazu nicht und was er dazu sagt ist mir sowas von egal……mir tun nur die Leute leid die dann wegen sowas abhetörnt werden veg zu werden. Die Tiere erst recht…!

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