Unverbissen vegetarisch

…flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!

Fleischskandale – laufende Chronik

Alle Fleischskandale seit 2000 – Ergänzungen in den Kommentaren erwünscht!

  • Mai 2016: Behörden ermitteln die „Sieber Gesellschaft für Wurst- und Schinkenspezialitäten mbH“ als Quelle Listerien-belasteter Produkte, woraufhin eine große Rückrufaktion des Unternehmens folgt. Der Verdacht besteht, dass einem bestimmten Ausbruchsgeschehen mit möglicherweise 70 bis 80 Erkrankungsfällen seit 2012 diesem Produkt zugeordnet werden können. Acht der erkrankten Personen verstarben, bei vier von ihnen wird die Listeriose als hauptsächliche Todesursache angesehen.
  • Mai 2016: Hepatitis-E-Viren in Wild- und Schweinefleisch:
    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät vom Verzehr von Mett und kurzgereiften Rohwürsten ab. Rund 20 Prozent der in einer Studie des BfR untersuchten Wurstproben seien mit (Erbmaterial von) Hepatitis-E-Viren (HEV) belastet.
  • Januar 2015: 88 Prozent des Discounter-Putenfleischs sind mit Antibiotika-resistenten Keimen belastet – das hat der BUND mittels umfangreichen Stichproben ermittelt. Seltsamerweise regt das schon kaum mehr jemand auf… (FOCUS)
  • August 2014: Antibiotika-resistente MRSA-Keime in abgepacktem Grillfleisch: In dem Test waren 14 Prozent aller Proben mit MRSA-Keimen befallen, die Wundinfektionen und Atemwegsentzündungen auslösen können. Die Bundestagsfraktion der Grünen hatte in 13 Städten abgepacktes Grillfleisch einkaufen und untersuchen lassen. (Berliner Zeitung)
  • Mai 2014: Salami, Mett und Teewurst sind laut einer Stichproben-Analyse oft mit resistenten Bakterien belastet. In 16 Prozent der Proben fanden sich solche Keime, besonders bedenklich waren Produkte aus Putenfleisch. (SPIEGEL ONLINE)
  • April 2014: Ein Bauer aus Wriezen verkaufte Jahre lang unbemerkt konventionelles Hühnerfleisch an NEULAND, das dann mit dem NEULAND-Label (=besonders artgerechte Tierhaltung) versehen beim Kunden landete.
  • Januar 2014: In Schweinehaltungen werden den Sauen Hormone verabreicht, um das Abferkeln zeitlich zu synchronisieren und die Anzahl der Ferkel pro Sau zu steigern – obwohl diese Hormone als Wachstumsförderer EU-weit verboten sind (DIE WELT);
  • November 2013: Zehntausende Kilo Gammelfleisch (schon „grün“, „grau“, „stinkend“) sollen in einer Wurstfabrik im niedersächsischen Bad Bentheim zu Wurst verarbeitet worden sein (Focus)
  • Juni 2013: Bis Februar 2013 ist aus dem Schlachthof Coburg heraus Ekelfleisch verkauft worden: Abfälle, die beim Ausweiden und Zerlegen anfallen, wurden nicht entsorgt, sondern zu Lebensmitteln umgearbeitet. (Neue Presse Coburg);
  • März 2013: Acht Futtermittelbetriebe verarbeiteten 10.000 Tonnen einer mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin belasteten Maislieferung. (siehe SPIEGEL online)
  • Februar 2013: der Pferdefleisch-Skandal: Gulasch, Bolognese, Tortelloni – in immer mehr Fertigmahlzeiten taucht nicht deklariertes Pferdefleisch auf. (SPIEGEL online)
  • Oktober 2012: Fleischskandal in Schweden – Schwein zu Rind „umgeschminkt“ – ich erwähne das hier wg. der sehr „besonderen“ Betrugsform!;
  • Februar 2012: Antibiotika-resistente Keime in jeder vierten Portion Schweinefleisch aus dem Supermarkt entdeckt (Focus);
  • Januar 2012: BUND findet resistente Keime in jeder zweiten getesteten Fleischprobe;
  • Januar 2011: Dioxin im Tierfutter, zwölf Bundesländer sind betroffen, mehr als 4000 Agrarbetriebe werden gesperrt. Das Dioxis stammt aus Maschinenfett, das illegal dem Tierfutter beigemischt wurde; (siehe DiePresse.com)
  • Juli 2010: der „Gammelfleisch-Skandal“ – verdverdorbenes Rindfleisch wurde frisch verpackt und in den Verkauf gegeben. Verseucht mit Keimen namens „Clostridium estertheticum“, die sich am besten ohne Sauerstoff bei Kühlschrank-Temperaturen entwickeln.
  • Mai 2010: Dioxin-belastetes Viehfutter aus der Ukraine wurde an Hühner, Rinder, Schweine, Lämmer, Ziegen und auch Milchkühe in elf Bundesländern verfüttert – auch an solche aus Biobetrieben. Niemand wollte mehr Bio-Eier kaufen…
  • September 2009: Die belgische Justiz ermittelt gegen Firmen aus Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden wegen Handel mit tief gefrorenem verdorbenem Hühnerfleisch, das noch aus der Zeit des Dioxin-Skandals von 1999 stammen soll (!).
  • Dezember 2008: 2000 Tonnen Dioxin- und PCB-verseuchtes Schweinefleisch aus Irland sind in den Handel gelangt.
  • August 2007: Es wird bekannt, dass ein bayrischer Händler 200 Tonnen Gammelfleisch umettiketiert und weiter verkauft hat, das bundesweit zu Döner-Kebab verarbeitet wurde.
  • Oktober 2006: In Hamburg werden über fünf Tonnen bereits grünlich verfärbtes Fleisch beschlagnahmt. Wieviel davon bereits in den Handel gelangt war, bleibt unbekannt.
  • Oktober 2005: Der Ekelfleischskandal – 131 Tonnen vergammeltes Rind- und Putenfleisch werden in NRW, Niedersachsen, Bayern und Hamburg sichergestellt. Große Mengen wurden jedoch bereits zu Hamburgern, Döner und Grillwürsten verarbeitet und verzehrt (z.B. SPIEGEL).
  • Februar 2004: Eine in Güterfelde ansässige Firma hat Fleischwaren mit längst abgelaufenem Verfallsdatum umetikettiert und verkauft. Kunden waren unter anderem Seniorenheime und Gaststätten.
  • Februar 2003: 2000 Tonnen dioxinverseuchtes Futtermittel werden in Thüringen verfüttert, das Fleisch gelangt mit Qualitätssiegel versehen (QS = „Qualität und Sicherheit“) in den Verkauf (SPIEGEL);
  • Juni 2002: In Hamburg und Hessen wird Geflügelfleisch aus Brasilien und Thailand entdeckt, das mit Krebs erregenden Nitrofuranen belastet ist (SPIEGEL);
  • Frühjahr 2002: Das verbotene Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen wird in Hähnchen- und Putenfleisch, in daraus hergestellten Wurstwaren sowie in Eiern nachgewiesen. Diesmal sind 120 Bio-Betriebe betroffen, denn das Gift befand sich in verseuchtem Öko-Weizen (test.de)
  • November 2001: Fleischhersteller aus dem gesamten Bundesgebiet streckten Produkte wie Kochschinken und Schnitzel mit Wasser. (SPIEGEL, Handelsblatt)
  • Februar 2001: Schweinemastskandal in Deutschland – deutsche Tierärzte verkauften tonnenweise illegal Arzneimittel wie Hormone, Antibiotika und Impfstoffe an Schweinezuchtbetriebe (MoPo);
  • November 2000 – BSE, der „Rinderwahnsinn“. In Deutschland werden im Zuge der BSE-Panik mehr asl 13000 Rinder getötet. Kurzfristig bricht der Rindfleischkonsum ein;

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14 Kommentare

  1. Bitte „sollte“ bei Sep 2009 in „soll“ ändern – wg. Grammatik

  2. Also mich lassen die Skandale mittlerweile kalt. Ich esse weniger Fleisch und wenn dann Bio vom Bauernhof den ich kenne. Nur die Tiere können einen echt leid tun!

  3. Pingback: Vom Verschwinden der Friedlichkeit › Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück

  4. @Henning: danke, hab ich eingetragen!

  5. Pingback: Fuchs im Eselfleisch-Snack? | BVL Blog

  6. Vor Jahren habe ich mal den Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelskandal angelegt der aus so einer Liste bestand nur wurde der aus der Wikipedia gelöscht. Damit und mit einigen anderen Vorkommnissen war meine Arbeit in der deutschen Wikipedia beendet. Heute gibt es sogar die http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Lebensmittelskandalen – da sind noch einige Skandale mehr drin.

  7. @Boozo: bei Fleisch ist der letzte dort erwähnte Skandal der mit dem Pferdefleisch von 2013.. Blöd, dass die deine Liste einfach gelöscht haben!

  8. Vieleicht wären manche skandale zu verhindern wenn man sich mal die Frage stellt:
    Wie wird unser Fleisch transportiert?

    https://fleischtransport.wordpress.com/

  9. Es gäbe keine Fleischskandale wenn man sich vernünftig, natürlich vegan ernähren würde.

  10. Pingback: Die Gier nach Tier – Vertrauensfabrik

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