Unverbissen vegetarisch

…flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!

25. Januar 2021
von Claudia Klinger
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Dieses Blog wird sich ändern!

Schon länger ist dieses Blog nicht mehr besonders aktiv – und jetzt habe ich beschlossen, daraus endlich Konsequenzen zu ziehen.

Meine Blogs sind nonkommerziell, müssen mir also Freude machen – und das gelingt nur, wenn sie meiner Lebensrealität entsprechen. Meine vegane Phase ist nun schon einige Jahre her, viele vegane Blogs sind verschwunden. Im Blog (und auch im Buch) hab‘ ich mich zwar immer schon dazu bekannt, den Fleischkonsum nicht vollständig aufgeben zu wpllen („und wenn doch mal, dann bio…“), dennoch ist das Blog bisher ein reines Veggie-Blog, das nur vegane Rezepte und Produkte bespricht. Es strahlt aus: Werde Vegetatier- oder Veganerin, wenn nicht gleich, dann halt nach und nach.

Weniger Fleisch – ein Wunsch von vielen

Das ist auch ein gutes Vorhaben, doch für mich ist mittlerweile klar: Es gibt sehr sehr viele Menschen, die zwar gerne „weniger Fleisch“ konsumieren möchten, aber nicht ganz darauf verzichten wollen. Das kann ich gut verstehen, denn mir geht es auch so. Meine vegane Phase (die mir sehr viel gegebem hat! Nie wieder war mein Essen so wie davor!) hab‘ ich an der Stelle beendet, als ich merkte, dass ich – wie viele vegan Lebende – anfangen müsste, Fleisch „eklig“ zu finden. Das fällt mit 20 sicher leicht, aber nach mehreren Jahrzehnten als Fleisch-Fan ist das nichts, was ich mir für mich vorstellen konnte.

Zum Glück stand „flexitarisch“ hier schon immer im Untertitel, also dachte ich: Mach das Blog einfach so weiter, es ist ja nach wie vor angesagt, mehr Pflanzliches in den Speiseplan einzubinden.

Allerdings ist dieses Thema im Mainstream wahrlich angekommen, dazu gibts mittlerweile massenhaft Medien, die sich dem vegetarisch-veganen Kochen widmen. Zwar koche ich auch ganz gern, aber nicht so gern, dass ich allein dafür ein Hobby-Blog betreiben will. Dazu kommt, dass mir viele Themen für Leute einfallen, die gerne Fleisch essen, es aber reduzieren wollen – und die im Moment in dieses Blog nicht wirklich passen, denn ich will dann auch mal über Fleisch schreiben.

Es wird also einen Neustart geben mit einem etwas anderen Fokus in den Themen – und mit einem neuen Untertitel:

Unverbissen vegetarisch – das Veggie-Blog für Fleischfans.

Demnächst in diesem Theater. :-)

6. November 2020
von Claudia Klinger
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7 Jahre vegan: Welche Fehler man nicht machen sollte

Es geht nicht um mich (ich lebe flexitarisch), sondern um Lars & Alexandra, zwei „geübte“ Vegan-Lebende, die ihre Erfahrungen aus sieben Jahren in diesem Video berichten:

Hier die Liste in aller Kürze:

  • Fehler 01: Zu wenig essen!
  • Fehler 02: Nahrungsergänzung verteufeln!
  • Fehler 03: Gelüste unterdrücken!
  • Fehler 04: Nicht mit Gegenwind rechnen!
  • Fehler 05: Dogmatisch sein!
  • Fehler 06: Eiweiß und Fett unterschätzen!
  • Fehler 07: Nicht offen für Neues sein!
  • Fehler 08: Überheblich werden!
  • Fehler 09: Zu hart zu sich selbst sein!
  • Fehler 10: Zu früh aufgeben!
  • Fehler 11: Nur einen Grund für vegan haben!

Ich hoffe, die Punkte sind anregend genug, damit Ihr Euch Zeit für das Video nehmt. Auch wer nicht vorhat, Veganer/in zu werden, sondern diese Ernährung nur einmal ausprobieren will, wird sich gewiss inspiriert fühlen. Selbst habe ich von meiner „veganen Phase“ viel gelernt, sie hat mein Ernährungsverhalten komplett und für immer verändert – zum Besseren, auch wenn ich heute wieder Fisch und ganz gelegentlich mal Biofleisch esse, so besteht doch ein himmelweiter Unterschied zu meinem Essverhalten vorher.

10. Mai 2020
von Claudia Klinger
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Massenhaft Corona-Infizierte in Schlachtbetrieben

Seit Tagen häufen sich die Meldungen über viele Corona-Infizierte in den Schlachtbetrieben. Alle tun so, als seien die Zustände dort etwas Neues, dabei sind sie seit langem bekannt. Nur ausländische Arbeiter aus Osteuropa lassen sich auf die miesen Arbeitsbedingungen ein, die dort seit eh und je als normal gelten: Schlechte Bezahlung, Arbeit im Accord, die noch extra viel Tierleid mit sich bringt, miese Unterbringung in engen Gemeinschaftsquartieren.

Aber – so meldeten es die Nachrichtensender – „der Verbraucher“ brauche sich keine Sorgen zu machen: Über das Fleisch werde kein Corona-Virus übertragen. Na toll, dann kann man ja unbesorgt weiter Fleisch konsumieren, die Bedingungen seiner Herstellung haben ja auch bisher nicht zu massiven Einbrüchen des Verbrauchs geführt.

Und doch besteht Hoffnung, denn es gibt immer mehr Fleischalternativen, die ihre Käufer finden. Dabei sind es nicht nur Veganer und Vegetarier, die zu diesen Produkten greifen, sondern auch Fleisch-Konsumenten, die zu seltenerem, aber besserem Fleisch tendieren und daneben auch zunehmend pflanzliche Alternativen nutzen.

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Mehr zu den Zuständen in den Fleischfabriken lest Ihr hier:

Keine Überraschung: Die Fleischfabriken werden zu Hotspots der Corona-Krise und die normalerweise unsichtbaren Menschen werden in Umrissen erkennbar

3. Dezember 2019
von Claudia Klinger
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Vegane Vorratshaltung: Grundnahrungsmittel und mehr

Erst einkaufen gehen, um etwas zu kochen?  Das schafft man nicht immer und hat auch nicht immer Lust darauf.  Zum Glück haben sich mittlerweile auch viele Imbisse und Restaurants auf vegane Ernährung eingestellt, so dass man sich vegane Pizza, Pasta und Burger liefern lassen kann.

Die Umweltbilianz des Lieferessens ist allerdings suboptimal, vorsichtig gesagt. Besser ist auf jeden Fall eine gewisse Vorratshaltung: Grundnahrungsmittel und vieles, was man so braucht, um schmackhafte Gerichte auf pflanzlicher Basis zu kochen, lässt sich auf Vorrat einkaufen. Weiterlesen →

4. November 2019
von Claudia Klinger
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Sascha Lobo: Bewusstwerdungsmaschine Internet pusht Veganismus

Eine kurze Analyse zur Frage, warum sich immer mehr Menschen vegan oder vegetarisch ernähren, hat Sasche Lobo auf SPON veröffentlicht. Seine These:

„Das Internet funktioniert als Bewusstwerdungsmaschine. Egal, für welches Thema man sich interessiert, man findet nähere Informationen, emotionale Inszenierungen und vor allem Gleichgesinnte. In der Welle des Veganismus sehe ich ein positives Musterbeispiel für die Wirkung des Netzes auf die Gesellschaft. Wir werden uns der Folgen unseres bisher als normal empfundenen Lebensstils bewusst – oder wenigstens bewusster“.

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