Fleischskandale – laufende Chronik

Alle Fleischskandale seit 2000 – Ergänzungen in den Kommentaren erwünscht!

  • Januar 2015: 88 Prozent des Discounter-Putenfleischs sind mit Antibiotika-resistenten Keimen belastet – das hat der BUND mittels umfangreichen Stichproben ermittelt. Seltsamerweise regt das schon kaum mehr jemand auf… (FOCUS)
  • August 2014: Antibiotika-resistente MRSA-Keime in abgepacktem Grillfleisch: In dem Test waren 14 Prozent aller Proben mit MRSA-Keimen befallen, die Wundinfektionen und Atemwegsentzündungen auslösen können. Die Bundestagsfraktion der Grünen hatte in 13 Städten abgepacktes Grillfleisch einkaufen und untersuchen lassen. (Berliner Zeitung)
  • Mai 2014: Salami, Mett und Teewurst sind laut einer Stichproben-Analyse oft mit resistenten Bakterien belastet. In 16 Prozent der Proben fanden sich solche Keime, besonders bedenklich waren Produkte aus Putenfleisch. (SPIEGEL ONLINE)
  • April 2014: Ein Bauer aus Wriezen verkaufte Jahre lang unbemerkt konventionelles Hühnerfleisch an NEULAND, das dann mit dem NEULAND-Label (=besonders artgerechte Tierhaltung) versehen beim Kunden landete.
  • Januar 2014: In Schweinehaltungen werden den Sauen Hormone verabreicht, um das Abferkeln zeitlich zu synchronisieren und die Anzahl der Ferkel pro Sau zu steigern – obwohl diese Hormone als Wachstumsförderer EU-weit verboten sind (DIE WELT);
  • November 2013: Zehntausende Kilo Gammelfleisch (schon “grün”, “grau”, “stinkend”) sollen in einer Wurstfabrik im niedersächsischen Bad Bentheim zu Wurst verarbeitet worden sein (Focus)
  • Juni 2013: Bis Februar 2013 ist aus dem Schlachthof Coburg heraus Ekelfleisch verkauft worden: Abfälle, die beim Ausweiden und Zerlegen anfallen, wurden nicht entsorgt, sondern zu Lebensmitteln umgearbeitet. (Neue Presse Coburg);
  • März 2013: Acht Futtermittelbetriebe verarbeiteten 10.000 Tonnen einer mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin belasteten Maislieferung. (siehe SPIEGEL online)
  • Februar 2013: der Pferdefleisch-Skandal: Gulasch, Bolognese, Tortelloni – in immer mehr Fertigmahlzeiten taucht nicht deklariertes Pferdefleisch auf. (SPIEGEL online)
  • Oktober 2012: Fleischskandal in Schweden – Schwein zu Rind „umgeschminkt“ – ich erwähne das hier wg. der sehr “besonderen” Betrugsform!;
  • Februar 2012: Antibiotika-resistente Keime in jeder vierten Portion Schweinefleisch aus dem Supermarkt entdeckt (Focus);
  • Januar 2012: BUND findet resistente Keime in jeder zweiten getesteten Fleischprobe;
  • Januar 2011: Dioxin im Tierfutter, zwölf Bundesländer sind betroffen, mehr als 4000 Agrarbetriebe werden gesperrt. Das Dioxis stammt aus Maschinenfett, das illegal dem Tierfutter beigemischt wurde; (siehe DiePresse.com)
  • Juli 2010: der „Gammelfleisch-Skandal“ – verdverdorbenes Rindfleisch wurde frisch verpackt und in den Verkauf gegeben. Verseucht mit Keimen namens „Clostridium estertheticum“, die sich am besten ohne Sauerstoff bei Kühlschrank-Temperaturen entwickeln.
  • Mai 2010: Dioxin-belastetes Viehfutter aus der Ukraine wurde an Hühner, Rinder, Schweine, Lämmer, Ziegen und auch Milchkühe in elf Bundesländern verfüttert – auch an solche aus Biobetrieben. Niemand wollte mehr Bio-Eier kaufen…
  • September 2009: Die belgische Justiz ermittelt gegen Firmen aus Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden wegen Handel mit tief gefrorenem verdorbenem Hühnerfleisch, das noch aus der Zeit des Dioxin-Skandals von 1999 stammen soll (!).
  • Dezember 2008: 2000 Tonnen Dioxin- und PCB-verseuchtes Schweinefleisch aus Irland sind in den Handel gelangt.
  • August 2007: Es wird bekannt, dass ein bayrischer Händler 200 Tonnen Gammelfleisch umettiketiert und weiter verkauft hat, das bundesweit zu Döner-Kebab verarbeitet wurde.
  • Oktober 2006: In Hamburg werden über fünf Tonnen bereits grünlich verfärbtes Fleisch beschlagnahmt. Wieviel davon bereits in den Handel gelangt war, bleibt unbekannt.
  • Oktober 2005: Der Ekelfleischskandal – 131 Tonnen vergammeltes Rind- und Putenfleisch werden in NRW, Niedersachsen, Bayern und Hamburg sichergestellt. Große Mengen wurden jedoch bereits zu Hamburgern, Döner und Grillwürsten verarbeitet und verzehrt (z.B. SPIEGEL).
  • Februar 2004: Eine in Güterfelde ansässige Firma hat Fleischwaren mit längst abgelaufenem Verfallsdatum umetikettiert und verkauft. Kunden waren unter anderem Seniorenheime und Gaststätten.
  • Februar 2003: 2000 Tonnen dioxinverseuchtes Futtermittel werden in Thüringen verfüttert, das Fleisch gelangt mit Qualitätssiegel versehen (QS = “Qualität und Sicherheit”) in den Verkauf (SPIEGEL);
  • Juni 2002: In Hamburg und Hessen wird Geflügelfleisch aus Brasilien und Thailand entdeckt, das mit Krebs erregenden Nitrofuranen belastet ist (SPIEGEL);
  • Frühjahr 2002: Das verbotene Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen wird in Hähnchen- und Putenfleisch, in daraus hergestellten Wurstwaren sowie in Eiern nachgewiesen. Diesmal sind 120 Bio-Betriebe betroffen, denn das Gift befand sich in verseuchtem Öko-Weizen (test.de)
  • November 2001: Fleischhersteller aus dem gesamten Bundesgebiet streckten Produkte wie Kochschinken und Schnitzel mit Wasser. (SPIEGEL, Handelsblatt)
  • Februar 2001: Schweinemastskandal in Deutschland – deutsche Tierärzte verkauften tonnenweise illegal Arzneimittel wie Hormone, Antibiotika und Impfstoffe an Schweinezuchtbetriebe (MoPo);
  • November 2000 – BSE, der “Rinderwahnsinn”. In Deutschland werden im Zuge der BSE-Panik mehr asl 13000 Rinder getötet. Kurzfristig bricht der Rindfleischkonsum ein;

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