„Wie ernährt sich Deutschland?“ fragte Ranga Yogeshwar in seiner Show am Donnerstag Abend, passend zur ARD-Themenwoche „Essen ist Leben“. Inmitten des unterhaltsamen Infotainments rund um die von 400 Teilnehmern erhobenen Essgewohnheiten wurde auch ein Film mit einem interessanten Experiment eingespielt. (Update: ist jetzt auf Youtube zu sehen!)

Björn Moschinski, bekannter Vegan Head Chef in Berlin, hatte in der Mensa der Uni Bochum Gulasch aus Sojawürfeln gekocht. Die Studenten bekamen das Gericht als üblichen Rindergulasch angeboten. Und siehe da: Sie speisten wie immer, das Gulasch lief gut. Die anschließende Befragung ergab dann Staunenswertes: 264 (88%) der 300 Gulasch-Esser hatten vom veganen Charakter des Essens NICHTS GEMERKT.

Falsch geschätzt

Yogeshwars Kandidaten (darunter auch die unvermeidliche Alice Schwarzer) hatten mit einer Ausnahme richtig geschätzt. Ich nicht, denn Soja-Fleisch kenne ich noch aus den 70gern, als es meine Mutter ausprobierte, weil es billiger war als Fleisch. Geschmeckt hat es uns damals nicht und wurde schnell wieder abgewählt.

Nun ist meine Mutter ja kein „Vegan Head Chef“ gewesen, sondern eine Hausfrau mit schwäbischen Wurzeln. Eventl. gebe ich dem Moschinski-Gulasch also mal eine Chance. Es heißt tatsächlich so, ich fand das Rezept auf alles-vegetarisch.de, ein Shop, den Björn als einen der besten Versender veganer Produkte rühmt.

Ok, das ist nun ein Rezept, das schon sehr umfangreich von Fertigprodukten Gebrauch macht. Zumindest die 10 Gramm braunes Soßenpulver und die 7 Gramm Gulaschgewürz würde ich perspektivisch durch eigene Soßen und Gewürzmischungen ersetzen. Es soll ja nicht immer gleich schmecken!

Eine andere Variante des Soja-Gulaschs, die ebenfalls sehr nah am Original-Geschmack liegen soll, findet sich auf vegan-sein.de.

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Über Claudia Klinger

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6 Antworten auf Björn Moschinskis veganer Gulasch in der Yogeshwar-Show

  1. Pingback: Mal zwei Wochen veganes Leben testen?

  2. Margit sagt:

    Sojagulasch gehört zu meinen Lieblingsrezepten an kalten Tagen. Ich mariniere die Sojawürfel immer in einer eigenen Gewürzmischung, in der viele Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten stecken. Das ist überhaupt wie mir scheint, das Wichtigste: Wenn man die Sojaschnetzel/-würfel/-steaks oder Tofu richtig mariniert, dann schmecken die Gerichte auch. Viele vegetarische Anfänger machen das nicht oder zu wenig. Daher kommt dann das Vorurteil vom geschmacklosen Soja/Tofu.
    Liebe Grüße, Margit

  3. Claudia Klinger sagt:

    Danke Margit, das ist ein wichtiger Hinweis! Immerhin: würzt man Fleisch nicht, schmeckt es auch nach nichts…

  4. Pingback: Vegan kochen mit Björn Moschinski: Buch und Interview » Unverbissen vegetarisch

  5. robin sagt:

    Gut sind auch die fertigen original indischen Gewürzmischungen aus dem Asialaden.

    Ganz ohne irgendwelche Zusatzstoffe, nur reine Gewürze und bei manchen schwarzes Salz dabei.

    Ich habe damit letzens ein Curry gemacht, ganz ohne Fleisch’ersatz’produkte und wurde nach dem Rezept gefragt und dass man da doch ein spezielles Fleisch(meinte wohl Lamm) bräuchte.

    Als ich sagte dass da kein Fleisch drinnen war, wurde recht erstaunt geguckt. Ich schätze fast dass die Kartoffeln da drin für Fleisch gehalten wurden?

    Was anderes kann ich mir da nicht vorstellen da es Zucchini, Tomaten, Kartoffeln, paprika und Zwiebeln beinhaltet hat und ich keinen Schimmer habe was darin mit Fleisch hätte verwechselt werden können von bekennenden Tieressern

  6. Claudia sagt:

    @Robin: danke für den Tipp! Schwarzes Salz hab ich mir kürzlich bestellt und bin schwer fasziniert, wie genau das nach (gekochtem) Ei schmeckt!
    Aber das mit den Gewüezmischungen werd ich auch mal checken….

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