Gemüse aus dem eigenen Garten ist Anfang April meist noch nicht mal gesetzt. Allerdings sprießen schon etliche Wildkräuter, von denen ich mir gestern eine gute Portion zusammen sammelte.

Für die meisten Menschen sind Wildkräuter „Unkraut“, doch viele von ihnen sind auch als Arznei- und Heilpflanze in Gebrauch. Sie enthalten weit mehr Nährstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine als Gartensalat – erst recht, wenn der aus dem Treibhaus stammt.
Frische Wildkräuter sind also die optimale Basis für einen grünen Smoothie, dieses supergesunde Mixgetränk aus Obst und grünen Blatt-Salaten, das über die Rohkostszene bekannt geworden ist.
Frische Wildkräuter, die man jetzt sammeln kann
Auf dem Foto seht Ihr meine Beute im Einzelnen:
- Schafgarbe – enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Flavonoide, wirkt krampflösend, verdauungsfördernd und antibakteriell;
- Pimpinelle: das „Gurkenkraut“ ist als Salat-Zutat nicht ganz unbekannt. Wirkt schleimlösend und entzündungshemmend, macht sich auch gut im Joghurt.
- Sauerampfer: ist als appetitanregend, blutreinigend und harntreibend bekannt. Kann als Spinat, Suppe und im Salat verwendet werden, enthält Oxalsäure, deshalb lieber nur kleine Mengen nutzen!
- Brennessel: geschätzt wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden, Mineralstoffen (Eisen, Magnesium, Kalzium, Silizium) und Vitaminen (7x mehr Vitamin C als Orangen). Schmerzstillend, entzündungshemmend, anti-rheumatisch – die Liste der Wirkungen, die der Brennessel zugeschrieben werden, würde den Rahmen sprengen!
- Giersch: abführend, antirheumatisch, beruhigend, entzündungshemmend, harnsäurelösend, verdauungsanregend – das Kraut wird seit der Steinzeit gegessen und als Heilpflanze genutzt.
Mehr Wissenswertes über die Wildkräuter steht auf Wikipedia und im Heilkräuter-Lexikon, wo ich mir die Kurzinfos zusammen gesucht habe.

Mein erster grüner Smoothie entsteht
Den kleinen Haufen Kräuter hab‘ ich dann erstmal gewaschen, dabei noch einige Stengel entfernt, die mir zu groß erschienen. Für den Fruchtanteil kamen noch eine Kiwi, einige Stücke frische Ananas und eine halbe Orange mit in den Mixer. Natürlich auch alles geschält.
Und voliá:

Ein wenig Wasser hab‘ ich noch hinzugefügt, um den Smoothie trinkbarer zu machen. Geschmeckt hat es dann sehr gut, von den Bitterstoffen merkt man so gar nichts mehr. Ich werde mir wohl einen Mixer in die Gartenlaube legen und mir bei jedem Besuch so eine „Gesund-Bombe“ gönnen…
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