Bei Gelegenheit eines Einkaufs im Veganversand hatte ich staunend entdeckt, dass es veganen Kaviar gibt! Den musste ich mir glatt mitbestellen, denn derzeit suche ich sowieso im Bereich Fisch-Alternativen nach schmackhaften Produkten – ein nicht sehr erfolgreich beackertes Feld der veganen Lebensmittelhersteller (aber ich hab‘ noch lange nicht alles durch!).

veganer Kaviar

Konsistenz, Geschmack, Erfinder-Story

Nun also heute die Verkostung. Pur auf einem Teelöffel erstaunt schon mal die unglaublich originale Konsistenz. Es fühlt sich ohne wenn und aber genau wie Fisch-Eier an! Und auch der Geschmack ist – für mein Empfinden – genau wie er sein sollte. Wobei aber zu sagen ist, dass ich keine Kaviar-Kennerin bin. Die berühmten Fischeier vom Stör und ihre preisverteren Varianten gehörten für mich immer schon zu den überschätzten Produkten: bisschen salzig, bisschen fischig-maritim… ganz nett, aber bestimmt kein Vermögen wert!

Caviar vegan

Ein solches muss man aber für die Veggie-Variante auch nicht ausgeben: Mit 2,19 Euro für 100 Gramm ist der „Caviar“ vergleichsweise preiswert. Auf alles-vegetarisch.de gibts zur Herstellung dann noch folgende, ganz witzige Geschichte:

„Die kleinen schwarzen Eier werden nach einem patentierten Verfahren aus Seetang produziert. Die Erfindung des vegetarischen Caviars war ein Zufallsergebnis. Eigentlich wollte ein Tüftler seine Kinder beeindrucken und aus Seetang einen Pilz wachsen lassen. Das Experiment ging schief und heraus kamen die kleinen schwarzen Kügelchen, die nicht nur wie Caviar aussahen, sondern auch so schmeckten. Und weil das Imitat kein Fischöl enthält, ist es sogar länger haltbar.“

Was ist drin?

Der „Caviar“ besteht aus „handgepflückten Algen aus Wildkulturen“, enthält jedoch allerlei aromatisierende und konservierende Zusatzstoffe, die Menschen, die sehr auf ihre Gesundheit achten, zu Recht suspekt sind. Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Aromen – klar, so ein Fake-Produkt ist wohl kaum anders herzustellen.

Vegetarischer Caviar: Zusatzstoffe

Aber wieviel wird man davon denn essen? Für mich ist es eher für den Verblüffungseffekt auf einem veganen Buffet, mit dem man mal wieder zeigen will, was alles „rein pflanzlich“ möglich ist. Und dafür ist der Veggie-Kaviar perfekt!

Ich hab’ihn übrigens auf Brot mit veganer Mayonnaise angerichtet. Wenn ich mal Mayo mache, ist es immer zuviel für die aktuelle Verwendung, doch nutze ich den Rest dann eine Woche lang statt Margarine, immer mit wechselnden Toppings wie Gürkchen, Radieschen, Sprossen – und mit dem Caviar hat’s auch richtig gut geschmeckt!

Wer „Fischiges“ sucht, kann es übrigens auch mal mit den veganen Calamari probieren, die haben mir entgegen den Erwartungen gut gefallen.

***

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Über Claudia Klinger

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6 Antworten auf Kaviar vegan – und keiner merkts…

  1. Mieze sagt:

    Oh, den hab ich auch schon entdeckt!
    Allerdings muss man veganen Kaviar nicht unbedingt im Versand bestellen.
    Meine hab ich bisher immer im Real oder in der Lebensmittelabteilung von Karstadt gekauft. ;-)

  2. Claudia sagt:

    Danke für den Hinweis, Mieze! Toll, dass es sowas auch in normalen Supermärkten gibt, da wär ich gar nicht drauf gekommen…

  3. Pingback: Pi, Blog-Krise, Familie, Zombies, Kaviar, Piraten – eine kleine Blogrundschau

  4. Cookies sagt:

    Veganen Kaviar habe ich noch nie gesehen !
    Klingt jedenfalls sehr spannend!

  5. Jan sagt:

    Farbstoff E153 ist einfach nur Aktivkohle.

    Man isst den ja nicht jeden Tag, von MSG bin ich auch kein Freund.

    Aber der Kaviar ist echt lecker!

    Gibts im Karstadt ;)

  6. Sabrina sagt:

    Hallo Claudia!
    Seit beginn der Fastenzeit ernähre ich mich vegan. Zuvor habe ich mich immer omnivor ernährt und wollte dies auch nicht wirklich ändern. Vegetarier jedoch habe ich schon immer ein wenig belächelt. Mir war eigentlich schon immer klar, dass es nicht nur reichen würde Fleisch als tierisches Produkt wegzulassen. Ob ich auch nach der Fastenzeit vegan weiterleben werde kann ich heute noch nicht sagen. Eines aber mit Sicherheit: Den Konsum von tierischen Produkten wird sich drastisch ändern und ich kann mir zumindfest vorstellen, großteils, vegan zu leben!
    Sehr gut gefällt mir die Unverbissenheit mit der du an die Sache rangehst. Großartig!

    Als ich diesen Post über veganen Kaviar gelesen habe musste ich umgehend an die große schwedische Möbelhauskette denken. Dort kann man im Schwedenshop nämlich auch besagten Kaviar kaufen und auch sonst haben sie allerhand an Gebäck und Leckerein die vegan sind. (Nein, ich bekomme kein Geld für Werbung)

    Mach weiter so! Liebe Grüße aus Hildesheim

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