Unverbissen vegetarisch

…flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!

Massenhaft Corona-Infizierte in Schlachtbetrieben

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Seit Tagen häufen sich die Meldungen über viele Corona-Infizierte in den Schlachtbetrieben. Alle tun so, als seien die Zustände dort etwas Neues, dabei sind sie seit langem bekannt. Nur ausländische Arbeiter aus Osteuropa lassen sich auf die miesen Arbeitsbedingungen ein, die dort seit eh und je als normal gelten: Schlechte Bezahlung, Arbeit im Accord, die noch extra viel Tierleid mit sich bringt, miese Unterbringung in engen Gemeinschaftsquartieren.

Aber – so meldeten es die Nachrichtensender – „der Verbraucher“ brauche sich keine Sorgen zu machen: Über das Fleisch werde kein Corona-Virus übertragen. Na toll, dann kann man ja unbesorgt weiter Fleisch konsumieren, die Bedingungen seiner Herstellung haben ja auch bisher nicht zu massiven Einbrüchen des Verbrauchs geführt.

Und doch besteht Hoffnung, denn es gibt immer mehr Fleischalternativen, die ihre Käufer finden. Dabei sind es nicht nur Veganer und Vegetarier, die zu diesen Produkten greifen, sondern auch Fleisch-Konsumenten, die zu seltenerem, aber besserem Fleisch tendieren und daneben auch zunehmend pflanzliche Alternativen nutzen.

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Mehr zu den Zuständen in den Fleischfabriken lest Ihr hier:

Keine Überraschung: Die Fleischfabriken werden zu Hotspots der Corona-Krise und die normalerweise unsichtbaren Menschen werden in Umrissen erkennbar

Autor: Claudia Klinger

Unverbissen Vegetarisch gibts auch auf Facebook (ich freu mich über jedes "´Like"!) Mit allgemeinen Themen findet man mich auf meinem seit 1999 aktiven Digital Diary. Und Veggie-News gibts auf Twitter.com/unverbissen.

2 Kommentare

  1. Ich arbeite seit vier Jahren als Tierärztin in der Fleischbeschau in kleinen regionalen Schlachthäusern auf dem Land. Währen das Pflichtpraktikum „Schlachthof“ während des Studiums der Horror war, ist es regelrecht angenehm, zu sehen, wie sich die hiesigen Betriebe Mühe geben, alles so gut wie nur irgend möglich zu erledigen.

    Seitdem kaufe ich kein Fleisch und keine Fleischerzeugnisse mehr im Supermarkt. Sondern bei einem jener Metzger. Tiere aus Biobetrieben, kurze Transportwege, „humanes“ Töten, hygienisches Verarbeiten.

    Ja, das ist teurer. Jetzt gibt’s halt nur noch den klassischen Sonntagsbraten und wenn der am Samstag gekaufte Aufschnitt gegessen ist, haben wir genug Marmeladen im Keller…

  2. Hallo Llewella,

    ja, wenn alle so handeln wie du, hätten wir schon lange nicht mehr dieses massive Elend bei Tier und Mensch!

    Dein Blog hab ich besucht, witziger Name und gute Geschichte dazu!

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