Unverbissen vegetarisch

…flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!

3000 Tonnen Dioxin-verseuchtes dreckiges Fett verfüttert!

Es ist das erste Mal, dass ich einen Nahrungsmittel-Skandal „unbetroffen“ erlebe. Zumindest, was die eigene Ernährung angeht, bin ich mir sicher, nichts von dem Dreck, der den Tieren verfüttert wurde, abbekommen zu haben. Denn die grade mal 6 Eier, die ich in den letzten drei Monaten noch verbrauchte, waren Bio-Eier.

Es sind die megalomanischen Agrarstrukturen, die zu solchen Skandalen führen. Kein Bauer weiß mehr, was in den eingekauften Futtermitteln drin ist, die zwischen mehreren Firmen hin- und her verkauft werden, bis sie im Tiermagen landen. Subventioniert wird nach Betriebsgröße, anstatt nach Umwelt-Kriterien oder gar Qualität der Produkte. Und warum werden eigentlich Massentierhaltungen, deren Output z.B. bei Geflügel den Weltmarkt überschwemmt und in Afrika die heimische Wirtschaft kaputt macht, mit Steuergeldern subventioniert? Sollte „Subvention“ nicht nur jenen zukommen, die etwas anders und besser machen, und deshalb „im Markt“ erstmal nicht so gute Chancen haben?

Kreislaufwirtschaft heißt, den eigenen Müll fressen müssen!

In einer Nachrichtensendung hörte ich so einen Bio-Diesel-Hersteller sagen, man bemühe sich eben um Verwertungskreisläufe, in denen alles genutzt und nichts weggeworfen werde. Was für ein Hohn! Dioxin-haltige „technische Fette“, also Gift-belasteter Restmüll wird in die Nahrungskette eingespeist, da spart man die Entsorgungskosten! Und fühlt sich dabei glatt noch ein bisschen „grün“…

Mittlerweile heißt es ja: menschliches Versagen sei schuld gewesen. Na was denn sonst? Die Gier, aus Scheiße Geld zu machen, kommt umso mehr zum Tragen, je anonymer und unüberschaubarer die Prozesse sind, die zu einem Produkt führen.

Tierische Produkte meiden! Ja was denn sonst?

Dies ist der vierte Dioxin-Skandal der letzten Jahre. Wird er dazu beitragen, dass immer mehr Menschen keinen Bock mehr haben auf die widerliche Art, wie hierzulande Fleisch- und Milschwirtschaft betrieben wird? Ich hoffe es! Und zur Ermunterung kann ich als „Neu-Veggie“ sagen: es macht Spaß und ist keinesfalls mit Lustlosigkeit und Mangelgefühlen verbunden. Wer Neuem aufgeschlossen ist, lernt ein ganzes Universum vegetarischer Köstlichkeiten kennen – ich hab‘ noch nie so gut gegessen wie in den letzten drei Monaten!

Und wer das nicht will: kauft wenigstens BIO bzw. „aus artgerechter Tierhaltung“. Weniger ist mehr, Bio-Fleisch schmeckt besser und Bio-Hühner bekommen immerhin kein „technisches Fett“ zu fressen!

Autor: Claudia Klinger

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