Unverbissen vegetarisch jetzt auch auf Facebook

So, ich hab’ lange überlegt, ob dieses Blog bzw. das gleichnamige Buch eine eigene Facebook-Seite braucht. Jetzt probier’ ich es einfach mal aus – und hier ist sie:

Natürlich freue ich mich über “Likes”!!!

Ich hoffe, so noch ein paar mehr Menschen anzusprechen und auf pflanzliche Ernährung neugierig zu machen!

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Geplante EU-Saatgut-Verordnung: Gibt’s bald nur noch die EU-Normtomate?

Das steht jedenfalls zu befürchten, sollte die EU-Kommission mit ihrer geplanten Saatgutverordnung tatsächlich durchkommen! Denn alle, die sich bisher um den Erhalt alter und regionaler Sorten gekümmert und die Samen und Pflänzchen an engagierte Gärtner/innen weiter gegeben haben, werden das dann nicht mehr tun können.

Denn nurmehr zugelassene Sorten sollen “in Verkehr gebracht” werden dürfen. Das klingt zunächst harmlos, hat es aber in sich! 1000 bis 3000 Euro Gebühr pro Sorte, ein riesiger Verwaltungsaufwand, Test-Verfahren, die nur einheitlich geformte und ertragreiche Sorten der Agrarkonzerne bestehen können – all das würde das Aus für viele alte Sorten bedeuten, die in den letzten Jahren immer beliebter wurden.

Nur die “Massenpflanzenhaltung” profitiert!

Z.B. Tomaten: In Bio-Läden und auf Märkten konnte man zur Saison immer öfter “bunte Tomaten” kaufen, sämtlich alte Sorten, die unterschiedlich aussehen, in der Größe varrieren und farblich von Standard-rot abweichen. Auch im GESCHMACK sind diese Sorten oft geradezu eine Offenbarung, weshalb sie in letzter Zeit auch von der Gourmet-Szene zunehmend entdeckt und verwendet wurden.

Mit alledem wird bald Schluss sein, denn der Saatgut-Vertrieb soll jetzt so verregelt werden, dass geradezu das Gegenteil von “mehr Vielfalt” eintritt. Und dass vor allem Agrarkonzerne wie Monsanto, die seit Jahren bei der EU Lobbyismus betreiben, von der Verordnung profitieren, wundert nicht wirklich!

Da das für mich vornehmlich ein Gartenthema ist, hab’ ich die Fakten, Anfragen, Statements und Zitate in einen ausführlichen Artikel im wilden Gartenblog gepackt:

EU-Saatgutverordnung: Samen- und Pflanzentausch demnächst strafbar?

Dort findet Ihr auch unterstützenswerte Kampagnen der Erhalter- und Umweltverbände zum MITZEICHNEN!
Und BITTE verbreitet den Artikel weiter – es darf einfach nicht sein, dass unser Saatgut-Erbe auf dem Altar der Massenkompatibilität und der Profite geopfert wird!!!

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Schneller Alltagsimbiss am Mittwoch

Dieser Beitrag wird mich zwar nicht für den “Vegan Wednesday #34″ qualifizieren, denn ich packe es heute nicht, alles zu fotografieren, was ich im Lauf des Tages esse. Trotzdem finde ich die Idee gut, auch mal die ganz normalen Alltagsgerichte zu zeigen. Man hat ja nicht immer Lust und Zeit, zu kochen, also bleibt’s oftmals beim schnellen Imbiss, auch bei mir.

Heute morgen gab’ es einen grünen Smoothie aus Banane, Ananas, TK-Grünkohl und Apfel. Der hat mich bis ca. 15 Uhr gesättigt, dann bekam ich wieder Hunger. Ein Blick in den Kühlschrank ergab: ein halbes Gustostück von Vegourmet, drei Scheiben Wilmersdorfer und eine Tüte gemischter Salat.

Und das ist dann draus geworden:

Alltagsimbiss vegan

Ein paar Streifen vom Kassler-ähnlichen Gustostück hab’ ich mit Zwiebeln angebraten, der Wilmersdorfer kam auf zwei Brotscheiben in den Ofen und in der Wartezeit entstand die schlichte Salatsoße. 15 Minuten hat es alles in allem gedauert und geschmeckt hat es auch!

Heute Abend gibts dann Topinambur-Kartoffelsuppe. Die hab’ ich letzten Samstag in großer Menge hergestellt und anschließend portionsweise eingefroren, nachdem ich entdeckt hatte, dass im Garten noch ein ganzer Eimer Topinambur herum stand.

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Jede Bewegung braucht Radikale!

Heute möchte ich mal eine Lanze für die radikalen Veganer und Tierrechtler brechen: jene laute Minderheit, die das Bild des “verbissenen Veganers” prägt, der vielen mit fanatischem Missionieren so richtig auf den Senkel geht. Ja, da meine ich auch die “Vegetarier sind Mörder”-Front und alle nervig Militanten, die keine Kompromisse machen, die noch aufs letzte Atom vom Tier, das irgendwo als “Spur von..” vorkommt, achten und alle gerne nieder machen, die nicht ganz 150-Prozentige sind.

Klar, diese Leute nerven und schrecken viele ab, sich mit veganer Ernährung ernsthaft zu befassen. Bzw. genauer gesagt: sie bieten allen, die sich nicht wirklich damit befassen wollen, einen respektablen Grund: Huch, was sind das nur für Fanatiker! Die wollen das ganze Volk umerziehen und halten sich für die besseren Menschen…

Sind sie natürlich nicht. Die Wahl eines Lebensstils, einer Ideologie oder auch nur einer Ernährungsweise bedeutet nicht, dass man dadurch zum Heiligen mutiert. Auch wenn sie das selber von sich glauben und sich “immer bei den Guten” wähnen.

Es braucht den Stachel im Fleisch

Dennoch: So sehr sie hier und da nerven mögen, so nützlich sind sie doch auch für die große Bewegung gegen Massentierhaltung, gegen die Behandlung der Tiere als Sache und gegen alle Widerlichkeiten, die damit zusammen hängen. Während “normale” Veganer eher freundlich zu gutem Essen einladen und klassische Vegetarier sowieso ihren Frieden mit den Zuständen per “nichts vom toten Tier” gemacht haben, sind sie der “Stachel im Fleisch”, der allen zeigt: es reicht nicht! Es muss sich wirklich vieles ändern – und das ist nicht immer Wellness-kompatibel!

Wenn man auch NUR soweit gehen will, dass sich gesamtgesellschaftlich “Fleisch nur ab und zu, und wenn, dann bio” durchsetzt, dann braucht es dazu eine gewaltige Umorientierung! Und die wird gewiss nicht nur durch gute Rezepte erreicht, wie sie viele vegane Blogs füllen, da braucht es immer auch Leute, die aus einer radikalen Position heraus die Gemütlichkeit verweigern und mal hier und da KRASS werden.

Wer dieses Blog (oder gar mein Buch) liest, weiß, dass ich selber auf einer ganz anderen Linie aktiv bin. Das heißt aber nicht, dass ich den Beitrag der Radikalen nicht schätze. Meine eigene Position (siehe den Untertitel dieses Blogs) ist zwar aus Sicht dieser lauten Minderheit ganz “böse” – aber das stört mich nicht. Ich sehe das große Ganze und von daher sind sowohl radikal tierrechtlich-vegane Aktivisten als auch “ab und zu mal Bio-Fleisch-Gourmets” Teil einer Bewegung in die richtige Richtung.

Die “Fleischproduktion” in Deutschland ist letztes Jahr gesunkenes geht voran!

Und an die Radikalen: auch mal DANKE für Euer Engagement! Ohne Euch wäre die Veggie-Bewegung deutlich ärmer.

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Proteine (Eiweiß) in der pflanzlichen Ernährung

Peter von “Die Umsteiger – weg vom Fleich” hat einen Beitrag zur Frage, wie vegan lebende Menschen zu ihrem Eiweiß kommen veröffentlicht. Seine Antwort ist aus meiner Sicht ein wenig unvollständig. Er verweist nämlich darauf, dass pflanzenfressende Tiere wie Rinder, Giraffen und Elephanten ja auch keine Steaks essen und verlinkt eine Tabelle mit den Eiweißanteilen grüner Blattgemüse.

Wie diese Tabelle schnell klar macht, kommt man als Mensch mit Blattgemüse eher nicht auf die empfohlene Dosis Eiweis/Tag von 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Die Werte der frischen, gegarten und aus Dosen stammenden grünen Gemüse liegen im Mittel um die 2g Eiweiß pro 100 Gramm. Ein 70-Kilo-Mensch müsste also, um sein 56 (=80%) Gramm Eiweiß ausschließlich damit zu decken, 2,8 Kilo Grünzeug pro Tag verspeisen. Getrocknete Brennesseln, Sauerampferpulver und tief gefrorene Melde, die in der Liste mit einem relativ hohen Eiweißanteil glänzen, werden bei den wenigsten zum Speiseplan gehören.
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Aufstrich-Entdeckung: getrocknete Tomate plus rote Beete

Ja, das hört sich seltsam an! Und ich wäre auch nie darauf gekommen, hätte ich nicht mit den getrockneten Tomaten einen kleinen Flop erlebt. Die hatte ich, wie ich es öfter mache, im Dampf gedünstet, so dass sie wieder feuchter werden. Und sie dann mit etwas Olivenöl, Pfeffer, Rosmarin und Oregano “eingelegt”.

Leider hatte ich diesmal zu heftig gewürzt, so dass sie als Brotbelag schon nicht mehr taugten. Also wegwerfen? Ungern! Warum nicht einfach das “zuviel” mittels einer weiteren Zutat abmildern und einen gemixten Brotaufstrich daraus machen? Im Kühlschrank stand noch eine kleine Schale Rote-Beete-Salat, aus dem nun – zusammen mit den verunglückten Tomaten – mein neuer Brotaufstrich rot-rot entstand. So etwa im Verhältnis 50:50 Tomaten/Rote Beete.

Und siehe da: alle übertriebene Schärfe ist weg, kein mediterranes Gewürz schmeckt mehr vor! Die Konsistenz ist wie “grobes Tomatenmark” und der Geschmack herzhaft tomatig. Mit einem Topping aus Sprossen und TK-Schnittlauch siehts weniger langweilig aus. Gefällt mir – in der Richtung werde ich mal weiter experimentieren!

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