Ist Soja gesund oder gesundheitsschädlich? Ein Lesetipp

Im aktuellen Blogpost “Soja oder kein Soja – das ist hier die Frage!” geht Jane auf “Achtung Pflanzenfresser” dieser Frage auf gewohnt umfangreiche und informative Weise nach. Der Beitrag ist hilfreich für alle, die von kritischen Normalköstlern ständig darauf hingewiesen werden, dass Alternativen aus Soja krank, unfruchtbar, gar dement machen sollen. Was definitiv nicht stimmt, wie Jane nach Sichtung der einschlägigen Studien in ihrem Fazit schreibt:

“Mit anderen Worten, der Literatur zufolge gibt es keinen Grund, auf Soja zu verzichten, außer man ist allergisch, logisch ;). Es gibt zahlreiche Studien, die auf positive Effekte hinweisen. Negative Folgen sind wohl eher bei isolierten Stoffen zu befürchten, die in Pillenform überdosiert daherkommen.”

Studien haben ergeben…

Mir persönlich geht der um sich greifende “Gesundheitswahn” mittlerweile genauso auf die Nerven wie der Jugend- und Schlankheitswahn. Besonders ärgert mich, dass viele Menschen alles glauben, bloß weil sie Artikel, manchmal auch nur Schlagzeilen gelesen haben, die beginnen mit “Studien haben ergeben, dass….”. Dass jegliche Interessengruppe, die über genug Geld verfügt, Studien in Auftrag geben kann, die ein genehmes Ergebnis produzieren, wurde mir in meiner drei Jahre dauernden Phase als Auftragsbloggerin im Gesundheits- und Wellness-Bereich überdeutlich. Was da alles runter und dann – mit neuen Studien – wieder rauf geschrieben wurde, geht auf keine Kuhhaut!

Auch lebe ich nicht für die Gesundheit und habe nicht vor, ständig “an mir zu arbeiten”, mein Selbst zu optimieren, die Körperfunktionen zu überwachen und mich bei allem, was ich esse und trinke zu fragen, was für finstere Stöffchen in nanogramm-Mengen da enthalten sein mögen. So spare ich eine Menge Lebenszeit, in der ich meinen Interessen nachgehen kann. Mag ja sein, dass ich früher sterbe als so ein Gesundheitsfreak, aber ich hab zuvor zumindest viel gelebt! :-)

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Fleisch vom Fließband – tolle RBB-Doku, sehr geeignet zur Verbreitung wichtiger Basis-Infos

Ihr kennt das sicher auch: viele Videos aus der Tierrechtler-Szene sind für viele Menschen bzw. zu deren Gewinnung für die gute Sache nicht besonders geeignet. Fast jeder hat wohl mittlerweile mal ein paar Bilder oder einen Film über extremes Tierleid gesehen. Man ist ensetzt, aber nachhaltige Wirkung hat das oft nicht – außer der, dass man sich diese Videos nicht mehr zumuten möchte, sie schon gar nicht weiter empfehlen.

Die RBB-Doku Fleisch vom Fließband – Massentierhaltung und ihre Folgen ist anders: Sie bringt binnen einer knappen halben Stunde (fast) sämtliche Aspekte der Kritik an der immer noch zunehmenden Massentierhaltung auf den Punkt.

Dabei wird nicht die Moralkeule geschwungen oder mit besonders schrecklichen Bildern versucht, Mitgefühl mit der geschundenen Kreatur zu erzeugen, sondern kurz und knackig informiert, was für krasse Schäden und Gefahren die fabrikartige Fleischerzeugung für Mensch und Umwelt ganz konkret mit sich bringt. Danke, RBB!

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†2014: die Veggie-Bewegung verliert Pioniere und Aktivisten

Da ich in letzter Zeit nicht so am News-Draht der Veggie-Szene hing, traf es mich wie ein Schlag, als ich wieder mal bei VeganWonderland bestellen wollte: Gründer und Firmenchef Ralf “Kalle” Kalkowski ist am 14. August aus dem Leben geschieden. Der Shop zeigt nurmehr eine schwarze Trauer-Seite mit Infos über eine abgesagte Trauerfeier. Von einem “tragischen Tod” ist die Rede und leider stirbt der gesamte Geschäftsbetrieb mit. (Näheres auf der FB-Seite). Weiterlesen

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Fauler Mittagsimbiss: KATO-Bratwürstchen, Bohnen- und Blattsalat

Derzeit hab’ ich so viel Arbeit, dass ich auf “auch noch Kochen” keine Lust habe. Also greife ich zu bei den veganen Fleischalternativen – diesmal waren es die KATO-Bratwürstchen von REWE. Sie schmecken mir großartig, denn sie haben die Anmutung bzw. Konsistenz grober Bratwurst, die ich früher als einzige unter den Bratwürsten gerne gegessen habe.

Meine Cam hat nach einem einzigen Foto aufgegeben, ich muss erst die Akkus wieder laden. Was soll’s, hier ist es:

Vegane Bratwurst mit Salaten

Den Bohnensalat hab’ ich fertig bei unserem Becker gekauft, der diese Salate täglich frisch herstellt, den Blattsalat hatte ich noch da.

Die KATO-Produkte hab’ ich kürzlich bei REWE entdeckt. Sie hatten dafür einen extra Container aufgestellt, der fast schon leer gekauft war. Gewürzter Tofu, mehrere Sorten Würstchen, Frühlingsrollen – ich hab schon einiges probiert und fand das meiste sehr gut.

Hier die inneren Werte der KATO-Bratwürstchen:

Zutaten:
Seitan* (Wasser, Weizeneiweiß*), Sonnenblumenöl*, Gemüse* (Zwiebel*, Sellerie*, Möhren*, Lauch*, Tomaten*, Pastinaken*), Sojasauce* (Wassser, Sojabohnen*, Weizen*, Meersalz), Gewürze* (Majoran*, Ingwer*, Petersilie*, Pfeffer*, Koriander*, Macis*, Cadramom*, Liebstöckel*, Rosmarin*), Meersalz, Maltodextrin*.
* = aus kontrolliert biologischem Anbau.

Nährwerte pro 100g:
Brennwert: 795 kJ / 189 kcal
Eiweiß: 25,8 g
Kohlenhydrate: 5,52 g
davon Zucker: 0,32 g
Fett: 7,1 g
davon gesättigte Fettsäuren: 1,09 g
Ballaststoffe: 1,2 g
Natrium: 0,69 g

Und hey, keine “Aromen”! Persönlich hab’ ich nichts gegen Aromen (auch nicht gegen Gewürze), aber manche finden sie ja ziemlich gruslig (siehe die Kommentar-Diskussion mit Sczilla).

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WieFleisch: kein Gluten, kein Soja, kein Tofu – neue Fleischalternative ausprobiert

Zufällig hatte ich bei Peter (Die Umsteiger – weg vom Fleisch) mitbekommen, wie er eine neue Fleischalternative rühmte: Ganz großartig seien diese “Wie-Bacon”-Würfel – und auch die anderen Varianten (wie Rind, wie Huhn) seien sehr gut, wenn auch nicht ganz so umwerfend.

Klar, dass mich das neugierig machte! Mit wenigen Klicks fand ich den Hersteller und staunte nicht schlecht, denn da heißt es tatsächlich:

“Veganer Fleischersatz, der wieFleisch schmeckt. Ohne Soja, ohne Tofu. wieFleisch aus Gemüse!”

Zu meinem Erstaunen enthalten die “Gemüsezubereitungen mit Fleischgeschmack” auch kein Weizeneiweiß (Gluten, Seitan) und nicht mal Lupinenmehl, mit dem seit einiger Zeit versucht wird, eine weitere Fleischalternative zu etablieren – mit nach meinem Empfinden eher weniger Erfolg.

Transparenz-Info: Bevor Ihr weiter lest, sollt Ihr wissen, dass ich die Firma, die die neue Alternative unter dem Namen “WieFleisch” vermarktet, sofort anmailte und ums Zusenden einer Warenprobe bat! Schließlich sind Fleischalternativen ein Schwerpunktthema dieses Blogs und wenn Peter etwas in diesem Sektor gut findet, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

Weil ich weiß, dass es etliche Menschen gibt, die aus unterschiedlichen Gründen weder Sojafleisch, noch Seitan, noch Tofu als Fleischalternative akzeptieren, fand ich “WieFleisch” umso spannender: Es basiert tatsächlich auf Zwiebeln, Karotten, Erbseneiweiß und Erbsenfasern – warum da wohl vorher noch niemand drauf gekommen ist? Reich an Ballaststoffen, Eisen und Proteinen, ohne Konservierungsstoffe – was will mensch mehr? Nun muss es nur noch schmecken, ich war sehr gespannt!
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29.–31. August: Drei Tage vegan-vegetarisches Sommerfest in Berlin

Ab Freitag, dem 29.08.2014, verwandelt sich der Berliner Alexanderplatz in ein veganes Mekka. Dort, wo sonst Currywurst-Verkäufer ihre Runden drehen, veranstaltet das Tierrechtsbündnis Berlin-Vegan zusammen mit dem VEBU und der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ein Fest, das die vielen Facetten einer veganen Lebensweise präsentiert.

Schuhe, Kleidung, Kosmetik, kulinarische Highlights und Infostände zahlreicher Organisationen laden zum Stöbern und Genießen ein. Auf der Bühne und in einem Vortragszelt wird es ein abwechslungsreiches Programm geben, das sowohl für langjährige Veggies als auch für Neulinge spannend und unterhaltsam sein wird. Ziel des Festes ist es, Berliner Passanten und Touristen für eine pflanzliche Lebensweise zu begeistern und gleichzeitig auch Treffpunkt für vegetarisch-vegan lebende Menschen zu sein.

Der Ansturm der vergangenen Jahre, vor allem der Rekord mit 20.000 Besuchern im letzten Jahr, hat die Veranstalter dazu bewegt, in diesem Jahr den Sprung von einem eintägigen Fest zu einer Wochenendveranstaltung zu wagen. Vom 29.–31. August 2014 wird das Herz von Berlin vegan.

Wer Lust hat, das Fest an einem oder mehreren Tagen zu unterstützen oder selbst mit einem Stand dabei zu sein, kann sich per E-Mail an das Organisationsteam wenden (info@vegan-vegetarisches-sommerfest.de).

Weitere Informationen unter www.vegan-vegetarisches-sommerfest.de.

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Hier meine Eindrücke von diesem Fest 2012.

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