WieFleisch: kein Gluten, kein Soja, kein Tofu – neue Fleischalternative ausprobiert

Zufällig hatte ich bei Peter (Die Umsteiger – weg vom Fleisch) mitbekommen, wie er eine neue Fleischalternative rühmte: Ganz großartig seien diese “Wie-Bacon”-Würfel – und auch die anderen Varianten (wie Rind, wie Huhn) seien sehr gut, wenn auch nicht ganz so umwerfend.

Klar, dass mich das neugierig machte! Mit wenigen Klicks fand ich den Hersteller und staunte nicht schlecht, denn da heißt es tatsächlich:

“Veganer Fleischersatz, der wieFleisch schmeckt. Ohne Soja, ohne Tofu. wieFleisch aus Gemüse!”

Zu meinem Erstaunen enthalten die “Gemüsezubereitungen mit Fleischgeschmack” auch kein Weizeneiweiß (Gluten, Seitan) und nicht mal Lupinenmehl, mit dem seit einiger Zeit versucht wird, eine weitere Fleischalternative zu etablieren – mit nach meinem Empfinden eher weniger Erfolg.

Transparenz-Info: Bevor Ihr weiter lest, sollt Ihr wissen, dass ich die Firma, die die neue Alternative unter dem Namen “WieFleisch” vermarktet, sofort anmailte und ums Zusenden einer Warenprobe bat! Schließlich sind Fleischalternativen ein Schwerpunktthema dieses Blogs und wenn Peter etwas in diesem Sektor gut findet, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

Weil ich weiß, dass es etliche Menschen gibt, die aus unterschiedlichen Gründen weder Sojafleisch, noch Seitan, noch Tofu als Fleischalternative akzeptieren, fand ich “WieFleisch” umso spannender: Es basiert tatsächlich auf Zwiebeln, Karotten, Erbseneiweiß und Erbsenfasern – warum da wohl vorher noch niemand drauf gekommen ist? Reich an Ballaststoffen, Eisen und Proteinen, ohne Konservierungsstoffe – was will mensch mehr? Nun muss es nur noch schmecken, ich war sehr gespannt!
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29.–31. August: Drei Tage vegan-vegetarisches Sommerfest in Berlin

Ab Freitag, dem 29.08.2014, verwandelt sich der Berliner Alexanderplatz in ein veganes Mekka. Dort, wo sonst Currywurst-Verkäufer ihre Runden drehen, veranstaltet das Tierrechtsbündnis Berlin-Vegan zusammen mit dem VEBU und der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ein Fest, das die vielen Facetten einer veganen Lebensweise präsentiert.

Schuhe, Kleidung, Kosmetik, kulinarische Highlights und Infostände zahlreicher Organisationen laden zum Stöbern und Genießen ein. Auf der Bühne und in einem Vortragszelt wird es ein abwechslungsreiches Programm geben, das sowohl für langjährige Veggies als auch für Neulinge spannend und unterhaltsam sein wird. Ziel des Festes ist es, Berliner Passanten und Touristen für eine pflanzliche Lebensweise zu begeistern und gleichzeitig auch Treffpunkt für vegetarisch-vegan lebende Menschen zu sein.

Der Ansturm der vergangenen Jahre, vor allem der Rekord mit 20.000 Besuchern im letzten Jahr, hat die Veranstalter dazu bewegt, in diesem Jahr den Sprung von einem eintägigen Fest zu einer Wochenendveranstaltung zu wagen. Vom 29.–31. August 2014 wird das Herz von Berlin vegan.

Wer Lust hat, das Fest an einem oder mehreren Tagen zu unterstützen oder selbst mit einem Stand dabei zu sein, kann sich per E-Mail an das Organisationsteam wenden (info@vegan-vegetarisches-sommerfest.de).

Weitere Informationen unter www.vegan-vegetarisches-sommerfest.de.

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Hier meine Eindrücke von diesem Fest 2012.

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Plaidoyer für eine vegane Phase: mein Interview beim MDR

Kürzlich hat mich der MDR zum Thema “vegan” im Journal “Essen und Trinken” interviewt. Hier das Audio-File für alle, die es interessiert:

Ich find’s ja furchtbar, mich im Audio-Format zu hören! Da es nicht das erste Mal war, war ich eigentlich ziemlich entspannt, als ich in dem abgeschirmten Raum des ARD-Hauptstadtstudios allein vor dem Mikro saß. Aber wenn ich das höre, komme ich mir furchtbar gehetzt vor – auch die Dialekt-Einsprengsel (schwäbisch! Dabei bin ich mit FÜNF dort weggezogen) sind viel deutlicher als beim normalen Sprechen…

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Veganer Parmesan-Vergleich: Welcher schmeckt originaler?

Natürlich heißen sie nicht “Parmesan”, sondern “Parmezzano” und “Jezzano”. Anders als die Hersteller, die sich mit den Namen ihrer Produkte an weiß-nicht-wieviel Vorschriften halten müssen, darf ich als Bloggerin jedoch umgangssprachlich von “veganem Parmesan” sprechen. Und darum gehts mir ja auch: eine pflanzliche Alternative zum bekannten italienischen Streukäse – kann es sie überhaupt geben?
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5-Minuten-Mittagsimbiss: Kidneybohnen-Salat

Zum Kochen hab’ ich mittags meistens keine Lust. Schnell und unaufwändig muss es sein, was ich mir dann zubereite, zudem vegan, gesund, wohlschmeckend, natürlich satt aber nicht dick machend.

Kidneybohnen-Salat

So eine eierlegende Wollmilchsau auf dem Imbiss-Sektor ist der schnelle Kidneybohnen-Salat. Der ist sogar noch sehr preiswert und sammelt dadurch nochmal mehr Pluspunkte. Die Zubereitung ist äußerst simpel:

Eine kleine Dose Kidneybohnen (250g Abtropfgewicht) öffnen, Bohnen in ein Sieb schütten und durchspülen. In einer Schüssel die Salatsoße zubereiten: Kräutersalz, Pfeffer, Öl (sehr gut: Rapsöl) und Essigwasser aus dem Gewürzgurkenglas. Dazu klein geschnittene Zwiebeln oder TK-Schnittlauch. Die Bohnen dazu geben, sowie drei Cornichons in Scheibchen. Nun alles vermengen und 5 Minuten ziehen lassen – fertig. Ein paar Champignons im Glas hatte ich gerade da, die kamen auch noch dazu, aber mehr wegen der Optik.

Kidneybohnen
gehören zu den gesündesten Lebensmitteln, obwohl wir sie hierzulande eigentlich nur aus der Dose verwenden. Toller Geschmack, angenehme Konsistenz, hoher Eiweißgehalt! Sie sind sehr fettarm, haben nur 109 Kalorien pro 100g und enthalten zudem viele Ballaststoffe, eine gute Dosis Magnesium für Muskeln und Nerven und B-Vitamine. Was will man mehr?

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Warum eine “voll-vegane” Phase sinnvoll ist

Dieser Artikel wendet sich an Normalköstler und Vegetarier, die Interesse an veganer Ernährung haben und bisher versuchen, “schrittweise” mehr pflanzliche Gerichte in ihrer Koch- und Ess-Routine zu berücksichtigen.

Wer hier länger schon mitliest oder mein Buch gelesen hat, weiß, dass ich definitiv JEDE Herangehensweise gut und unterstützenswert finde, die zu weniger Konsum von Tierprodukten führt. Wer also morgens Wurst, mittags Schnitzel und abends Spiegeleier isst, tut aus meiner Sicht mit der Einführung eines “Veggie-Tags” etwas Richtiges und Gutes. Und aus vielen Reaktionen auf meine Veröffentlichungen weiß ich, dass nicht wenige darum bemüht sind, vegane Gerichte auszuprobieren – ohne schon gleich ganz zum “Veggi” werden zu wollen.

Diese Vorreden halte ich, damit Ihr nicht denkt, ich hätte meine Meinung zu jeglichem “schrittweisen” Vorgehen geändert. Es ist nur etwas dazu gekommen: Ich plädiere für einen “vollveganen Selbstversuch” von ca. vier Wochen – auch für alle, die genau wissen, dass sie nie und nimmer “Vollveganer” werden wollen. (Auch ich bin auf Dauer keine 100%lerin geworden…)

Warum eine “vegane Phase”?

Weil man nur dann tatsächlich motiviert ist, wirklich alle erdenklichen Alternativen für Milch, Quark, Joghurt, Soßen, Fleisch, Wurst, Eier, Fisch und all die vielen Produkte mit unnötigen “Milcheiweiß-” oder Ei-Bestandteilen zu suchen und auszuprobieren. Nur wer mal ernsthaft versucht, in Sachen Tierprodukt möglichst “auf Null” zu kommen, wird auch die nötige Zeit investieren, sich im Detail mit neuem Einkaufen, anderem Kochen und Essen auseinander zu setzen. Selbst wenn man sich später wieder vegetarisch oder mit “weniger Fleisch” ernähren will, wird vieles während der veganen Phase gelerntes hängen bleiben – zu Gunsten der Tierwelt, der Umwelt und der Gesundheit.
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