Unverbissen vegetarisch

…flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!

Vergesst Bioschweine! Sie haben es NICHT viel besser.

Heute hab mich eine engagierte Tierfreundin auf eine Dokumentation über Bioschweine hingewiesen, das ich Euch nicht vorenthalten will. Das informative Video wird auch nicht ins Horrorkabinett abgeschoben, denn es geht um einen Kernsatz vieler, die heute „flexitarisch“ leben: „Wenn schon Fleisch, dann nur BIO, denn die Tiere hatten immerhin ein gutes Leben“.

Wie dieses „gute Leben“ in den meisten Fällen aussieht, zeigt der nur sieben Minuten lange Film „Das Leben der Bioschweine“

Mit dem Märchen von glücklichen Tieren auf der grünen Wiese haben die realen Haltungsbedingungen gemäß EU-Öko-Verordnung nichts gemein: Bioschweinemütter werden in enge Abferkelbuchten gesperrt und stehen teilweise im tierquälerischen Kastenstand, die „Ausläufe“ für Bioschweine sind oftmals enge Betonbuchten. Die Tiere leben in ihrem eigenen Kot, ihr Sterben ist grausam und tierquälerisch wie das ihrer „konventionellen“ Artgenossen auch. (Mehr dazu auf www.biowahrheit.de).

Bloß weils so lecker ist?

Wer also gelegentlich seinen Appetit auf Fleisch nicht mit pflanzlichen Eiweiß-Varianten stillen kann oder will, sollte auch Biofleisch links liegen lassen. Jedenfalls dann, wenn er/sie tierfreundlich motiviert ist und nicht für den bloßen Gaumenkitzel jede Menge Tierleid in Kauf nehmen möchte.

Zumindest sollte man sich im Einzelfall genau informieren (vielleicht kennt man ja einen der im Film genannten „Exoten“, die frei laufende Tiere aufziehen). Nurmehr Wild, Schaf oder Fleisch von frei lebenden Rindern ist ja auch eine „Linie“, auf die man sich zurück ziehen kann, wenn voll vegetarisch oder gar vegan nicht gewollt wird oder nicht zu schaffen ist.

Autor: Claudia Klinger

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