Unverbissen vegetarisch

…flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!

Acht Monate unverbissen vegetarisch – ein persönlicher Rückblick

Es sind nun einige Monate ins Land gegangen seit ich im Oktober 2010 beschloss, fortan „unverbissen vegetarisch“ zu leben und diesen Umstieg mit einem Blog zu begleiten.

Auf vegetarisch umsteigen heißt Gewohnheiten ändern

Seitan-Steaks

Anfänglich war es mein Hauptinteresse, einen befriedigenden Fleischersatz zu finden. Eine Alternative, mit der ich so manche Gerichte würde zurbereiten können, an denen ich nun mal aus meiner langen „Fleischesserzeit“ hänge.

Ich entdeckte Räuchertofu, probierte allerlei Fertigprodukte, sowie die berühmten Sojasteaks und Medaillons.

So richtig glücklich machte mich allerdings erst die Entdeckung von SEITAN, den ich aus Weizenglutenmehl selber herstelle. Seitan kann ich genauso vielfältig verwenden wie Fleisch, zudem ist er nahezu fettfrei, cholesterinfrei und extrem preiswert. Es war, als hätte ich entdeckt, wie man Stroh zu Gold spinnt!

Mit einiger Verwunderung musste ich damals feststellen, dass es manche Vegetarier und Veganer als „Sünde“ ansehen, wenn man Anstalten macht, sich den Fleischgeschmack bzw. Annäherungen daran zu erhalten. Doch über „Moral und Geschmack von Fleischersatz“ wollte ich nicht lange streiten. :-)

Unverbissen – oder doch heimlich vegan?

Obwohl ich mich mit diesem Blog nicht auf eine bestimmte Linie festlegen wollte, versuchte ich zunächst, „immer veganer“ zu essen. Ich ließ Kuhmilch, Quark, Yoghurt und Käse weitgehend weg und entdeckte allerlei Sojaprodukte (ökologisch auch nicht immer „sauber“). Fürs Brot experimentierte ich mit veganem Brotaufstrich, ohne ihn so zu nennen. Und in den Kaffee kam immer öfter Sojadrink naturell, obwohl ich anfänglich dachte, das würde mir nie schmecken.

Zur Vollveganerin bin ich dann aber doch nicht geworden, denn es ist mir zu aufwändig und zu einschränkend, fortwährend alles zu beachten, was dabei zu beachten ist. Ja, ich will nicht mal 100%ig vegetarisch leben, sondern durchaus beim „Besuch bei der alten Oma“ ihre liebevoll zubereiteten Fleischbouletten verzehren können, ohne eine Diskussion vom Zaun zu brechen. Gelegentlich Fisch aus nachhaltiger Fischerei verzehren, sowie (demnächst vielleicht mal) das glücklichste und teuerste aller Hühner dieser Welt, das Bresse-Huhn, probieren – solche Abweichungen von der reinen Lehre will ich mir weiterhin erlauben. Denn ich kenne mich: allzu große Konsequenz ohne jede Ausnahme ist bei mir definitiv nicht nachhaltig. Also mache ich, was geht – und das ist verglichen mit dem früheren Ernährungsstil ja schon eine ganze Menge!

Und jetzt?

Derzeit suche ich nach Mit-Bloggern, die den Ansatz dieses Blogs mittragen und Lust haben, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen, bzw. das Thema „vegetarisch / vegan / flexitarisch“ journalistisch weiter zu bearbeiten. Schaut also mal öfter rein – es kann gut sein, dass ich schon bald den ersten Mitschreiber vorstelle!

Autor: Claudia Klinger

Mit weiteren, teils recht persönlichen Themen findet man mich auf meinem seit 1999 aktiven Digital Diary. Und Veggie-News gibts auf Twitter.com/unverbissen. Unverbissen Vegetarisch gibts - noch! - auch auf Facebook,